Wiener Neustädter Sparkasse

Über 160 Jahre #glaubandich

Wer wir sind

Die Wiener Neustädter Sparkasse eine regional stark verankerte Vereinssparkasse. Über 60.000 Kund:innen werden in 12 Geschäftsstellen und den Kompetenzzentren für Anlageberatung, Wohnbaufinanzierung und Kommerzkunden betreut. Einschließlich der Immobilientochter s Real zählt die Sparkasse über 221 Beschäftigte und damit zu den größten Arbeitgebern im südlichen Niederösterreich. Die Wiener Neustädter Sparkasse legt großen Wert auf optimale Ausbildung ihrer Mitarbeiter:innen in fachlicher als auch persönlicher Hinsicht. Über 80 Seminare und Tagungen, insgesamt mehr als 500 Schulungstage, werden jährlich absolviert.

Das große Engagement spiegelt sich auch in den Ziffern wider. Die Bilanzsumme liegt  bei 1,574 Mrd. Euro. Mit 1,096 Mrd. Euro in Darlehen und Krediten ist die Wiener Neustädter Sparkasse der größte regionale Finanzierer für Wohnraumschaffung und Wirtschaft. 

Am wichtigsten sind der Sparkasse die guten Beziehungen zu ihren Kund:innen sowie die qualitativ hochwertige Beratung und Abwicklung. 

Bis heute ist die Wiener Neustädter Sparkasse ihrem gemeinnützigen Gründungsauftrag treu geblieben. Jährlich fließen in die Region rund 150.000 Euro als Unterstützung an soziale, karitative, kulturelle und sportliche Institutionen, an Schulen und Vereine.

Zahlen und Fakten

Bilanzsumme

1,547 Mrd. erreichte die Wiener Neustädter Sparkasse im Geschäftsjahr 2020

Kredite und Darlehen

1,096 Mrd. für Wohnraumschaffung und Wirtschaft

Eigenkapital

112,8 Mio. bilden ein starkes Fundament der Wiener Neustädter Sparkasse. Die Gesamtkapitalquote von 20,83% erfüllt komfortabel das gesetzliche Erfordernis.

Beschäftigte

221 Mitarbeiter:innen der Sparkasse und der Immobilientochter s Real kümmern sich um die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kund:innen.

Kund:innen

60.020 Kund:innen vertrauen der Wiener Neustädter Sparkasse und machen sie mit einer Marktdurchdringung von 33% im Bezirk und 42% in der Stadt zum führenden Geldinstitut der Region.

StartUps

436 Gründer:innen begleitet die Wiener Neustädter Sparkasse als Finanzpartner auf ihrem Weg in die Selbständigkeit und fördert damit die wirtschaftliche Basis der Region.

Freiberufler:innen

793 Ärzt:innen und Apotheker:innen, Notar:innen, Anwält:innen, Steuerberater:innen, Wirtschaftsprüfer:innen und Architekt:innen machen die Sparkasse zum Marktführer.

George-User

30.000 verfügen über einen Zugang zu George und Telebanking Pro, die marktbestimmenden digitalen Lösungen für elektronisches Banking in Österreich.

Der Vorstand

Dr. Klaus Lehner
Vorstandsvorsitzender

Mag. (FH) Christian Spitzer
Vorstandsdirektor

Verantwortung

Geschichte und Gründung

Geschichte

Die am Ende des 12. Jahrhunderts gegründete Stadt Wiener Neustadt erlebte Mitte des 19. Jahrhunderts nach einem verheerenden Stadtbrand im Jahr 1834 eine Epoche des wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Stadt war seit 1803 mit Wien durch einen eigenen Schifffahrtskanal und ab 1841 durch die Südbahn verbunden. Ab 1854 gab es durch die Fertigstellung des Semmeringbahn auch eine Bahnverbindung mit den südlichen Kronländern der Monarchie. Das förderte industrielle Ansiedlungen, wie die der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik, und den Zuzug von Arbeitskräften aus anderen Regionen. Außerdem wurde Wiener Neustadt eine bedeutende Schulstadt. Kurz nach der Gründung der Sparkasse erhielt die Stadt ein eigenes Statut, was der Stadt eine vom Landesstatthalter, wie damals der Landeshauptmann hieß, autonome Verwaltung ermöglichte. Mit fast 20.000 Einwohnern war sie damals die größte Stadt im heutigen Niederösterreich. Am Beginn der 1860er Jahre begann man mit dem Abtragen der Stadtmauern, an Stelle der Mauern und des breiten Stadtgrabens entstand ähnlich wie in Wien eine Ringstraße mit Prachtbauten im Stil der damaligen Zeit: Schulen, das Kreisgericht und das Krankenhaus. Die Sparkasse sollte sich hier als Bauherr und Mitfinanzier bewähren. Bereits 1827 hatte der Verein der Ersten österreichischen Spar-Casse in Wiener Neustadt eine Kommandite, also eine Art Zweigstelle eröffnet. Diese war das einzige Kreditinstitut im Viertel unter dem Wienerwald. Dort konnten auch weniger vermögende Bevölkerungsschichten ihre Ersparnisse sicher und verzinst mit einer Dokumentierung auf einem Sparbuch anlegen. Die ärmeren Menschen hatten bis dahin kaum für unsichere Zeiten Rücklagen gebildet und konnten erst durch die Gründung der Sparkassen zum Sparen animiert werden. Zu den Privatbankhäusern in Wien hatten wieder nur die reicheren Bürger Zutritt, dort wurde auch kein Sparverkehr abgewickelt. Diese Kommandite schloss 1843 wieder ihre Pforten, so dass der Ruf nach der Gründung einer eigenen Sparkasse laut wurde. In Niederösterreich wurden zwischen 1842 und 1860 neun Sparkassen gegründet, von denen aber keine im Viertel unter dem Wienerwald lag.

Gründung

Der offizielle Gründungstag der Wiener Neustädter Sparkasse ist der 25. März 1860, die Geschäftsbetrieb begann am 4. Juli dieses Jahres. Als sich um 1840 abzeichnete, dass die seit 1827 bestehende Kommandite der Erste österreichische Spar-Casse ihren Betrieb einstellen würde, regte deren Ehrenkurator, Wilhelm von Sonnleithner, die Gründung einer eigenen Sparkasse an. Das war aber in diesen Jahren noch sehr schwierig, auch als dies ab 1853 von den Landesstatthaltern empfohlen wurde. Die entscheidende Frage war, ob als Gründer die Stadtgemeinde oder ein Verein von Wohltätern auftreten und das erforderliche Gründungskapital aufbringen sollte. Erst 1858 einigte man sich auf einen Gründerverein. Das Vorbereitungskomitee konnte Statuten erarbeiten, die vom Innenministerium genehmigt wurden. Die 67 Personen dieses Komitees hatten den Großteil des Gründungskapitals von 6680 Gulden (das entspricht heute ca. 68.000 Euro) der Sparkasse geschenkt. Die Gründer waren einige Adelige, großteils waren es Unternehmer, Rechtsanwälte und Geistliche. In diesen ersten Statuten kann man nachlesen:

„Die Sparkasse zu Wiener Neustadt hat den Zweck, dem Publikum im allgemeinen, und insbesondere dem minderbemittelten Theile desselben die Gelegenheit zur sicheren Aufbewahrung, Verzinsung und allmählichen Vermehrung kleiner Ersparnisse dazubieten, und hiedurch den Geist der Arbeitsamkeit zu wecken, und zu erhalten.“

Das Modell dieser Gründung hat sich im Wesentlichen bis heute nicht verändert. Die Wiener Neustädter Sparkasse ist eine Vereinssparkasse geblieben, das heißt, sie ist eigentümerlos. Die Gewinne werden nicht an Eigentümer ausbezahlt, sondern bleiben in der Sparkasse. An ihrer Spitze stand und steht ein Sparkassenverein, der einen Ausschuss und eine Direktion (heute Sparkassenrat und Vorstand) mit der Führung der Geschäfte betraute. Von Anfang an war die Sparkasse verpflichtet, einen Teil ihres Überschusses für gemeinnützige Zwecke zu verwenden. Die Sicherheit der Einlagen wurde auch durch eine strenge staatliche Aufsicht gewährleistet, die besonders vom Bezirkshauptmann als landesfürstlichen Kommissar (heute Staatskommissar) wahrgenommen wird.

1860 - Geburtsstunde einer Idee

Die Wiener Neustädter Sparkasse blickt auf eine bewegte 160jährige Geschichte zurück. Wirtschaftlich erfolgreiche Jahre wechselten mit schwierigen Zeiten. Aus jeder Situation ging die Sparkasse aber mit neuen Erfahrungen hervor, lernte dazu und entwickelte sich zu einem Unternehmen, das große Tradition mit Innovation auf eindrucksvolle Art und Weise verbindet.

Die Broschüre beleuchtet geschichtliche Entwicklungen der Wiener Neustädter Sparkasse, ihres Umfeldes und Wirkens und berichtet von Persönlichkeiten, welche die Sparkasse prägten. Das Werk erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, gibt aber einen Einblick in unsere 160jährige Erfolgsstory.

Viel Freude beim Lesen.

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