Wiener Neustädter Sparkasse

Über 160 Jahre #glaubandich

Wer wir sind

1860: Geburtsstunde einer Idee für Wiener Neustadt

Am 1. Juli 1860 wurde die Wiener Neustädter Sparkasse für die Menschen der Stadt und Region gegründet. Höhen und Tiefen wurden im Laufe der 160-jährigen Geschichte gemeistert. Die Sparkasse hat stets an ihrem Gründungsauftrag festgehalten, um die wirtschaftliche Prosperität und den Wohlstand der Menschen in der Region zu fördern. 

Heute ist die Wiener Neustädter Sparkasse eine regional stark verankerte Vereinssparkasse.

Über 59.800 Kunden werden in 12 Geschäftsstellen und den Kompetenzzentren für Anlageberatung, Wohnbaufinanzierung und Kommerzkunden betreut. Einschließlich der Immobilientochter s Real zählt die Sparkasse über 221 Beschäftigte und damit zu den größten Arbeitgebern im südlichen Niederösterreich. Die Wiener Neustädter Sparkasse legt großen Wert auf optimale Ausbildung ihrer MitarbeiterInnen in fachlicher als auch persönlicher Hinsicht. Über 80 Seminare und Tagungen, insgesamt mehr als 500 Schulungstage, werden jährlich absolviert.

Das große Engagement spiegelt sich auch in den Ziffern wider. Die Bilanzsumme liegt  bei 1,574 Mrd. Euro. Mit 1,096 Mrd. Euro in Darlehen und Krediten ist die Wiener Neustädter Sparkasse der größte regionale Finanzierer für Wohnraumschaffung und Wirtschaft. 

Am wichtigsten sind der Sparkasse die guten Beziehungen zu ihren Kunden sowie die qualitativ hochwertige Beratung und Abwicklung. 

Bis heute ist die Wiener Neustädter Sparkasse ihrem gemeinnützigen Gründungsauftrag treu geblieben. Jährlich fließen in die Region rund 150.000 Euro als Unterstützung an soziale, karitative, kulturelle und sportliche Institutionen, an Schulen und Vereine.

Zahlen und Fakten

Bilanzsumme

1,547 Mrd. erreichte die Wiener Neustädter Sparkasse im Geschäftsjahr 2020

Kredite und Darlehen

1,096 Mrd. für Wohnraumschaffung und Wirtschaft

Eigenkapital

112,8 Mio. bilden ein starkes Fundament der Wiener Neustädter Sparkasse. Die Gesamtkapitalquote von 20,83% erfüllt komfortabel das gesetzliche Erfordernis.

Beschäftigte

221 MitarbeiterInnen der Sparkasse und der Immobilientochter s Real kümmern sich um die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden.

KundInnen

59.812 KundInnen vertrauen der Wiener Neustädter Sparkasse und machen sie mit einer Marktdurchdringung von 33% im Bezirk und 42% in der Stadt zum führenden Geldinstitut der Region.

StartUps

436 GründerInnen begleitet die Wiener Neustädter Sparkasse als Finanzpartner auf ihrem Weg in die Selbständigkeit und fördert damit die wirtschaftliche Basis der Region.

FreiberuflerInnen

792 Ärzte und Apotheker, Notare, Anwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Architekten machen die Sparkasse zum Marktführer.

George-User

29.000 verfügen über einen Zugang zu George und Telebanking Pro, die marktbestimmenden digitalen Lösungen für elektronisches Banking in Österreich.

Der Vorstand

Dr. Klaus Lehner
Vorstandsvorsitzender

Mag. (FH) Christian Spitzer
Vorstandsdirektor

Verantwortung

Der Gründungsgedanke der Sparkassen:

Gemeinwohlorientierung

Was die Sparkassen einzigartig macht, ist ihre Gründungsidee: Für sie steht nicht die Gewinnmaximierung, sondern die Erfüllung von Aufgaben für die Gesellschaft in der Gründungsurkunde. Die Sparkassen wurden vor beinahe 200 Jahren (die erste in Vereinsform der 1819 gegründeten Erste österreichische Spar-Casse) als Art der Selbsthilfe von verantwortlichen Bürgern gegründet, um allen Bevölkerungsschichten, auch weniger begüterten, die finanzielle Eigenvorsorge zu ermöglichen. Der Sparkassengedanke bedeutet somit letztlich Schutz und Fürsorge für alle.

Die Sparkassen sind mit rund 21.2 Mio. Euro jährlich aktive Förderer des kulturellen, sportlichen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens in ihren jeweiligen Regionen. Ihre starke regionale Verankerung bewirkt ihre Nähe zu den Menschen. Diese Nähe schafft  Vertrauen, ist aber auch Auftrag und Verpflichtung. Für die österreichischen Sparkassen stehen die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden im Mittelpunkt.

Die Sparkassengruppe besteht aus den 46 Bundesländersparkassen, der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, der Zweite Wiener Vereins-Sparcasse und der Erste Group Bank AG als Holdinggesellschaft. Erste Bank und die Sparkassen bilden ein flächendeckendes Netz von über 1.100 Zweigstellen in allen Bundesländern. Die 49 Mitglieder der Sparkassengruppe sind in sieben Landesverbänden organisiert. Insgesamt betreuen die Sparkassen österreichweit über 3,4 Mio. Kunden.

Regionale Bindung

Die Sparkassen in Österreich unterscheiden sich von anderen Sektoren der Kreditwirtschaft durch ihre Verankerung in der regionalen Wirtschaft, vor allem bei Klein- und Mittelbetrieben, durch ihre enge Bindung an die Gemeinden, durch ihr hohes Engagement bei Freien Berufen sowie Privatkunden, unter anderem bei der Finanzierung von Wohnvorhaben und vor allem durch ihre hohe Corporate Social Responsibility gegenüber ihren Kunden, ihren Mitarbeitern und der Bevölkerung.

Und weil die Aufgaben der Sparkassen nicht nur der soziale Aspekt, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung und die Bereitstellung der Infrastruktur gehören, entwickelten sich die Sparkassen zu modernen Finanzdienstleistern. Sie sammeln Einlagen vor Ort ein und geben sie als Kredite für die regionale Wirtschaft weiter. Dadurch sind die Sparkassen fest in ihrer Region verwurzelt. Das verbindet sie auch mit der Bevölkerung und der Wirtschaft vor Ort.

Die Dezentralität der Sparkassen ist heute ein besonders stabilisierendes Element. Die breit gestreute Veranlagung und das dezentrale Risikomanagement sorgen heute dafür, dass immer noch ausreichend Liquidität für die regionale Wirtschaft vorhanden ist. Als selbständige Institute fällen sie ihre Entscheidungen vor Ort und schneller als in komplexen Firmengebilden möglich wäre. Aus dieser Nähe zum Markt entstehen Kundenkenntnis und gegenseitiges Vertrauen. Und genau das ist die wichtigste Basis für Finanzgeschäfte der Sparkassen.

Geschichte und Gründung

Geschichte

Die am Ende des 12. Jahrhunderts gegründete Stadt Wiener Neustadt erlebte Mitte des 19. Jahrhunderts nach einem verheerenden Stadtbrand im Jahr 1834 eine Epoche des wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Stadt war seit 1803 mit Wien durch einen eigenen Schifffahrtskanal und ab 1841 durch die Südbahn verbunden. Ab 1854 gab es durch die Fertigstellung des Semmeringbahn auch eine Bahnverbindung mit den südlichen Kronländern der Monarchie. Das förderte industrielle Ansiedlungen, wie die der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik, und den Zuzug von Arbeitskräften aus anderen Regionen. Außerdem wurde Wiener Neustadt eine bedeutende Schulstadt. Kurz nach der Gründung der Sparkasse erhielt die Stadt ein eigenes Statut, was der Stadt eine vom Landesstatthalter, wie damals der Landeshauptmann hieß, autonome Verwaltung ermöglichte. Mit fast 20.000 Einwohnern war sie damals die größte Stadt im heutigen Niederösterreich. Am Beginn der 1860er Jahre begann man mit dem Abtragen der Stadtmauern, an Stelle der Mauern und des breiten Stadtgrabens entstand ähnlich wie in Wien eine Ringstraße mit Prachtbauten im Stil der damaligen Zeit: Schulen, das Kreisgericht und das Krankenhaus. Die Sparkasse sollte sich hier als Bauherr und Mitfinanzier bewähren. Bereits 1827 hatte der Verein der Ersten österreichischen Spar-Casse in Wiener Neustadt eine Kommandite, also eine Art Zweigstelle eröffnet. Diese war das einzige Kreditinstitut im Viertel unter dem Wienerwald. Dort konnten auch weniger vermögende Bevölkerungsschichten ihre Ersparnisse sicher und verzinst mit einer Dokumentierung auf einem Sparbuch anlegen. Die ärmeren Menschen hatten bis dahin kaum für unsichere Zeiten Rücklagen gebildet und konnten erst durch die Gründung der Sparkassen zum Sparen animiert werden. Zu den Privatbankhäusern in Wien hatten wieder nur die reicheren Bürger Zutritt, dort wurde auch kein Sparverkehr abgewickelt. Diese Kommandite schloss 1843 wieder ihre Pforten, so dass der Ruf nach der Gründung einer eigenen Sparkasse laut wurde. In Niederösterreich wurden zwischen 1842 und 1860 neun Sparkassen gegründet, von denen aber keine im Viertel unter dem Wienerwald lag.

Gründung

Der offizielle Gründungstag der Wiener Neustädter Sparkasse ist der 25. März 1860, die Geschäftsbetrieb begann am 4. Juli dieses Jahres. Als sich um 1840 abzeichnete, dass die seit 1827 bestehende Kommandite der Erste österreichische Spar-Casse ihren Betrieb einstellen würde, regte deren Ehrenkurator, Wilhelm von Sonnleithner, die Gründung einer eigenen Sparkasse an. Das war aber in diesen Jahren noch sehr schwierig, auch als dies ab 1853 von den Landesstatthaltern empfohlen wurde. Die entscheidende Frage war, ob als Gründer die Stadtgemeinde oder ein Verein von Wohltätern auftreten und das erforderliche Gründungskapital aufbringen sollte. Erst 1858 einigte man sich auf einen Gründerverein. Das Vorbereitungskomitee konnte Statuten erarbeiten, die vom Innenministerium genehmigt wurden. Die 67 Personen dieses Komitees hatten den Großteil des Gründungskapitals von 6680 Gulden (das entspricht heute ca. 68.000 Euro) der Sparkasse geschenkt. Die Gründer waren einige Adelige, großteils waren es Unternehmer, Rechtsanwälte und Geistliche. In diesen ersten Statuten kann man nachlesen:

„Die Sparkasse zu Wiener Neustadt hat den Zweck, dem Publikum im allgemeinen, und insbesondere dem minderbemittelten Theile desselben die Gelegenheit zur sicheren Aufbewahrung, Verzinsung und allmählichen Vermehrung kleiner Ersparnisse dazubieten, und hiedurch den Geist der Arbeitsamkeit zu wecken, und zu erhalten.“

Das Modell dieser Gründung hat sich im Wesentlichen bis heute nicht verändert. Die Wiener Neustädter Sparkasse ist eine Vereinssparkasse geblieben, das heißt, sie ist eigentümerlos. Die Gewinne werden nicht an Eigentümer ausbezahlt, sondern bleiben in der Sparkasse. An ihrer Spitze stand und steht ein Sparkassenverein, der einen Ausschuss und eine Direktion (heute Sparkassenrat und Vorstand) mit der Führung der Geschäfte betraute. Von Anfang an war die Sparkasse verpflichtet, einen Teil ihres Überschusses für gemeinnützige Zwecke zu verwenden. Die Sicherheit der Einlagen wurde auch durch eine strenge staatliche Aufsicht gewährleistet, die besonders vom Bezirkshauptmann als landesfürstlichen Kommissar (heute Staatskommissar) wahrgenommen wird.

1860 - Geburtsstunde einer Idee

Weitere Informationen über uns

Der Haftungsverbund

Das zusätzliche Sicherheitsnetz von Erste Bank und Sparkassen

Der Haftungsverbund

Das zusätzliche Sicherheitsnetz von Erste Bank und Sparkassen

Erste Bank und Sparkassen bilden einen Haftungsverbund, der neben der gesetzlichen Einlagensicherung und Anlegerentschädigung unsere Bankengruppe noch sicherer macht. 

Wesentlicher Bestandteil ist ein Früherkennungssystem, das wirtschaftliche Schwierigkeiten erkennt und frühzeitig mit Maßnahmen gegensteuert, z. B. durch Kapital- oder Liquiditätsunterstützung.

Wir setzen alles daran, dass es niemals zu einem Anlassfall für den Haftungsverbund kommt und die Kundeneinlagen – so wie bisher – sicher veranlagt sind.

Erste Bank und Sparkassen bilden einen Haftungsverbund, der unsere Bankengruppe noch sicherer macht.

Die Mitglieder des Haftungsverbundes setzten auf eine intensivere und raschere Umsetzung des bisherigen Kooperationsweges (einheitliche Geschäfts- und Marktpolitik, rentabilitätsorientierte Arbeitsteilung, einheitlicher Marktauftritt) unter Einbindung ihres Zentralinstitutes Erste Group Bank AG als „Lead Bank“. Daneben wurde ein Frühwarnsystem zur Früherkennung und Vermeidung von wirtschaftlichen Schwierigkeiten von Sparkassen etabliert sowie das wechselseitige Einstehen und die Verpflichtung zur sachlichen und finanziellen Unterstützung in der Sparkassengruppe – der Haftungsverbund – begründet.

Der Haftungsverbund setzt alles daran, dass es niemals zu einem Sicherungsfall kommt und die Kundeneinlagen sicher veranlagt sind. 

Der Haftungsverbund wurde im Laufe der Zeit in Übereinstimmung mit den wettbewerbsrechtlichen Vorgaben ausgebaut und parallel dazu die Zusammenarbeit zwischen seinen Mitgliedern weiter intensiviert.

Mitglieder beim Haftungsverbund sind die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, die Erste Group Bank AG und die österreichischen Sparkassen in den Bundesländern.

Erste Bank und Sparkassen bilden einen Haftungsverbund, der unsere Sparkassengruppe noch enger zusammenarbeiten lässt und sicherer macht. Wir Sparkassen vermeiden übermäßige Risiken, können jedoch niemals völlig ausschließen, dass ein Institut in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät. Der Haftungsverbund hat daher die Aufgabe, die Zahlungsfähigkeit und Liquidität für einen solchen Ausnahmefall zu sichern. Dadurch kann die Geschäftsbeziehung zum Kunden dauerhaft und ohne Einschränkung fortgeführt werden.

Wesentlicher Bestandteil dieses Haftungsverbunds ist ein Frühwarnsystem, das mögliche wirtschaftliche Probleme von Mitgliedern erkennt und frühzeitig mit Maßnahmen gegensteuert, z. B. durch Kapital- oder Liquiditätsunterstützung. So bekommen die Haftungsverbundmitglieder effiziente Hilfe für die Bewältigung allfälliger wirtschaftlicher Probleme. Und das bringt allen Sparkassen und somit auch allen KundInnen ein Höchstmaß an Sicherheit.

Die Kooperation in der Sparkassengruppe begründet eine Produktions-, Vertriebs-, Werbungs-, Spezialisierungs- und Garantiegemeinschaft, die Vorteile für alle Stakeholder bietet.

Verbraucher profitieren von der Verbreiterung und Modernisierung des Angebots und von dem technischen Fortschritt, der dadurch auf breiterer Basis innerhalb der Sparkassengruppe erzielt werden kann.

Der Haftungsverbund stellt sicher, dass auch außerhalb der städtischen Ballungsräume ein umfassendes Angebot von allen von den Kunden benötigten Finanzdienstleistungen gewährleistet ist und leistet so einen Beitrag zur Versorgung der ländlichen Gebiete mit Bankdienstleistungen.

Weiters bestehen Effizienzvorteile für die Mitglieder des Haftungsverbundes. Die Haftungs­verbund­mitglieder ziehen aus der Zusammen­arbeit Vorteile durch die gemein­same EDV-Plattform und IT-Anwendungen, gemeinsame Entwicklung von Produkten, gemeinsames Produkt­marketing und den einheitlichen Werbeauftritt. Beispiele für die umfassenden Zusammen­arbeits­möglichkeiten im Kooperations­verbund sind das gemeinsame Vorgehen bei IT-Entwicklungen (Harmonisierung Marktservice), gemeinsame Produkt­entwicklungen oder die Umsetzung einheitlicher Vertriebs­konzepte.

Verbraucher, Sparkassen und Aufsicht ziehen daraus Vorteile, dass der Haftungs­verbund vor allem danach trachtet, Sicherungs­fälle dank des Frühwarn­systems erst gar nicht entstehen zu lassen und allfällige Probleme eines Mitgliedes durch die intern vorgesehenen Sanierungs- und Beteiligungs­maßnahmen bereits im Vorfeld gemeinsam zu lösen.

Mit Jänner 2019 hat die österreichische Finanz­marktaufsicht (FMA) mit Bescheid das instituts­bezogene Sicherungs­system der heimischen Sparkassen („Haftungsverbund“) als gesetzliche Einlagen­sicherung nach dem Einlagen­sicherungs- und Anleger­entschädigungs­gesetz (ESAEG) amtlich anerkannt.

Dadurch sind alle österreichischen Sparkassen in einer eigenen Einlagen­sicherung zusammen­gefasst und nicht Teil der allgemeinen Einlagen­sicherung der Österreichischen Wirtschafts­kammer (Einlagensicherung AUSTRIA GmbH).

Während der gesetzliche Entschädigungs­anspruch eine reine Rück­fall­lösung ist, stehen wir Sparkassen im Haftungs­verbund mit unserer wirtschaftlichen Substanz gegen­seitig für unseren Fort­bestand ein. Dadurch stellen wir die Solvenz der Sparkassen sicher und vermeiden den Entschädigungsfall.

Nützliche Informationen finden Sie auch auf der Seite der Sparkassen-Haftungs GmbH

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