Graz, 25.10.2023

Sparstudie 2023: Sparen – Gerade jetzt?

  • Für mehr als zwei Drittel der befragten Personen in der Steiermark ist sparen nach wie vor sehr bzw. ziemlich wichtig.
  • Der durchschnittliche monatliche Sparbetrag liegt bei 292 Euro und somit unter den Sparbeträgen der Vorjahre.
  • Sparbücher, Sparkarten und Sparkonten werden von 74 % der Befragten genutzt und sind somit die häufigsten Sparprodukte der Steirer:innen.

Die aktuelle, IMAS International-Studie, die von Erste Bank und Sparkassen in Auftrag gegeben wurde, zeigt die Bedeutung des Sparens für Steirer:innen in Zeiten der Inflation. Darüber hinaus gibt sie Aufschluss über das Finanzwissen der befragten Personen.

„Die aktuell hohen Lebenserhaltungskosten machen es für Steirer:innen schwieriger größere Beträge zu sparen. Folglich ist der Sparbetrag gesunken und auch die Sparquote wird im heurigen Jahr voraussichtlich zurück gehen. Trotz oder gerade wegen der herausfordernden Rahmenbedingungen ist finanzielle Vorsorge wesentlich. Auch kleinere Beträge haben positive Effekte auf die finanzielle Sicherheit und durch gestiegene Zinsen können Sparer:innen aktuell von attraktiveren Erträgen profitieren. Als Ergänzung zu klassischen Sparprodukten können auch Wertpapiere der finanziellen Absicherung dienen. Die Steiermärkische Sparkasse versteht es als ihre Aufgabe kompetent zu beraten und das geeignete Sparprodukt für jede Lebenslage anzubieten. Wir stellen die finanzielle Sicherheit unserer Kund:innen in den Mittelpunkt”, betont Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Sparkasse.

77 % empfinden sparen als wichtig

Für mehr als drei Viertel aller Steirer:innen ist sparen nach wie vor „sehr wichtig“ bzw. „ziemlich wichtig“. Dennoch liegt die Steiermark unter dem Durchschnitt von Gesamtösterreich und auch unter den Werten der Vorjahre. Im letzten Jahr war sparen noch für 82 % sehr bzw. ziemlich wichtig.
Nach wie vor wird als Hauptgrund für das Sparen der Notgroschen für Notfälle genannt. Finanzielle Absicherung und Vorsorge ist für 59 % der Befragten ein Sparziel. Um sich später etwas kaufen oder leisten zu können sparen mehr als die Hälfte der Steirer:innen. Dabei sparen fast zwei Drittel am Sparbuch, Sparkarte oder Sparkonto. Fast 50 % setzen auf Bausparen oder Sparen am Girokonto; Geld zu Hause im Tresor zu sparen wurde 2023 mit + 8 % zum Vorjahreswert beliebter.

Sparbetrag und Sparquote gehen zurück

Der durchschnittliche monatliche Sparbetrag ist auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Situation und Teuerung im Vergleich zu den Vorjahren auf 292 Euro gesunken. Grundsätzlich hat sparen für die Bevölkerung einen größeren Stellenwert als noch vor 10 Jahren: der Sparbetrag hat sich seither nahezu verdoppelt. Dennoch sind lediglich 41 % der Befragten mit ihrem Sparbetrag „zufrieden“ bzw. „ziemlich zufrieden“.
Auch die Sparquote verzeichnet einen sinkenden Trend. Betrug die Sparquote 2020 noch 14,4 % sank sie letztes Jahr bereits auf 7,3 % und wird dieses Jahr voraussichtlich 6,4 % ausmachen. Gründe für die sinkende Sparquote sind das höhere Preisniveau und gestiegener Konsum im Vergleich zu den Corona-Jahren.

Viele Steirer:innen sehen Wissensdefizit bei Finanzthemen

Lediglich 32 % der Befragten in der Steiermark attestieren sich einen „sehr guten“ oder „guten“ Wissensstand bei Finanzthemen. Ein Drittel der Steirer:innen plant, sich in nächster Zeit zusätzliches Wissen in diesem Bereich anzueignen. Aktuell würden 72 % bei ihrer/ihrem Bankberater:in Informationen zu Finanzthemen einholen. Erst mit großem Abstand folgen Familie und Freund:innen, die für 35 % bei diesen Angelegenheiten Ansprechpartner:innen sind. Weitere Informationsquellen sind Zeitungen, Webseiten, Social Media und Chatbots. Banken und Sparkassen spielen aus Sicht der Steirer:innen mit 83 % die wichtigste Rolle bei der Vermittlung von Wissen im Bereich von Wirtschafts- und Finanzthemen. Danach folgen Schulen mit 81 %, Universitäten (70 %), Medien (54 %), Politik (53 %) und Webseiten bzw. Social Media Kanäle (42 %).

Anlageprodukte als gute Ergänzung zum Sparbuch

Entsprechend der Meinung der Steirer:innen sind Anlageprodukte eine gute Ergänzung zum Sparbuch (69 %), sie gewinnen zunehmend an Bedeutung (63 %) und kommen auch für die Altersvorsorge in Frage (57 %). Dem steht entgegen, dass diese für nahezu zwei Drittel der Steirer:innen schwierig zu verstehen sind. Etwas weniger als die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass Anlageprodukte nur etwas für risikofreudige Personen sind. 50 % der Steirer:innen sagen, dass mehr Wissen über Geldanlageprdoukte diese attraktiver machen würde.
Die Steiermärkische Sparkasse sieht daher ihre Aufgabe in der Information ihrer Kund:innen, um die Unsicherheit bei Finanzthemen zu nehmen und die finanzielle Vorsorge in den Mittelpunkt zu stellen.

Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse