Bargeldlos bezahlen

Welche Möglichkeiten gibt es? Und was ist dabei zu beachten?

Mit Bankomat- und Kreditkarten kann man weltweit bargeldlos bezahlen und Bargeld von Geldautomaten beheben. Hier bekommen Eltern und LehrerInnen praktische Tipps, wie sie Kinder mit Geldkarten vertraut machen.

Bankomatkarte


Eine Bankomatkarte ist eine Plastikkarte mit aufgedruckten Daten und einem elektronischen Speicherchip. Sie wird auch Debit-Card oder ATM-Karte genannt. Die Karte ermöglicht den Zugriff auf ein Girokonto, das sofort mit den getätigten Behebungen oder Zahlungen belastet wird. Im Unterschied zur Kreditkarte, wo Zahlungen erst später vom Konto abgebucht werden.

 

Lerntipp: Zeigen Sie den Kindern eine Bankomatkarte und erklären Sie die aufgedruckten Daten und die Funktionen des Chips. Weisen Sie darauf hin, dass man damit sorgfältig umgehen muss, da sie so wertvoll wie Bargeld ist.

Der persönliche Geheim-Code

Um mit der Bankomatkarte zu bezahlen oder Geld zu beheben braucht man den zugehörigen 4-stelligen Code. Das ist eine Geheimzahl, die nur der Karteninhaber kennt. Der Code ermöglicht den Zugriff auf das Girokonto – deshalb muss er geheim bleiben. Den Code sollte man auswendig lernen und möglichst nicht notieren. Falls man ihn dennoch notiert, darf der Code keinesfalls mit der Karte aufbewahrt werden, sondern immer getrennt davon. Denn jede Person, die Karte und Code besitzt, kann auf das Geld am Konto zugreifen – also auch Einbrecher, Diebe oder unehrliche Finder.

 

Lerntipp: Geben Sie jedem Kind einen persönlichen Code. Damit kann es über diverse Dinge verfügen. Die Kinder müssen ihre Codes auswendig lernen und geheim halten – wenn ein anderes Kind den Code herausfindet, könnte es damit verfügen.

Was tun bei Verlust?

Geht die Bankomatkarte verloren, muss man sie sofort bei der Bank oder Sparkasse sperren lassen. Nur so wird verhindert, dass sie von Unbefugten benützt wird. Im Falle eines Diebstahls muss bei der Polizei Anzeige erstattet werden.

 

Lerntipp: Zeigen Sie den Kindern, was zu tun ist, wenn eine Bankomatkarte verloren geht. Studieren Sie gemeinsam einen Notfallplan ein. Das schärft ihr Bewusstsein für den sorgfältigen Umgang mit Bankkarten.

Kreditkarte

In der Brieftasche stecken neben der Bankomatkarte oft auch Kreditkarten. Wofür benutzt man sie? Und wie funktioniert das?

Was ist eine Kreditkarte?

Mit einer Kreditkarte kann man Waren und Dienstleistungen kaufen. Bezahlen muss man erst später, in einer monatlichen Abrechnung. So erklärt sich auch der Name, denn es wird dem Karteninhaber ein kurzfristiger Kredit gewährt. Anders als bei Krediten müssen aber keine Zinsen bezahlt werden. Stattdessen wird eine Monats- oder Jahresgebühr für die Karte verrechnet. Heute werden auch kleine Beträge mit Kreditkarten gezahlt. Und man nutzt sie für Einkäufe und Bestellungen im Internet oder per Telefon. Kreditkarten sind weltweit gültig. Deshalb werden sie gern bei Auslandsreisen verwendet.

Die Nutzungsrechte umfassen die Verwendung innerhalb der Sparkassengruppe 
(oesterreichweit) innerhalb des angegebenen Zeitraums (Rechte gültig bis 
"Datum") und nur für die unter Bildrechte angeführten Werbemaßnahmen.
Bilder duerfen nicht in Bildbearbeitungsprogrammen sinnentfremdend 
verfaelscht oder manipuliert werden. Die zentrale Bildaussage darf nicht 
veraendert werden.
 

Lerntipp: Zeigen Sie den Kindern eine Kreditkarte mit Inhaberdaten, Nummer, Ablaufdatum und Prüfnummer auf der Rückseite.

Was ist der Unterschied zur Bankomatkarte?

Die Bankomatkarte ermöglicht bargeldloses Zahlen, Geldbeheben, Bedienen von SB-Geräten in der Filiale – und sie dient als Ausweis für den Kontoinhaber. Zudem enthält die Bankomatkarte wichtige Daten: BIC, IBAN und Verfügernummer für Digitales Banking. Der Zweck einer Kreditkarte ist einfach: Damit wird nur bezahlt, abgerechnet wird später. Und sie dient zur Besicherung beim Reservieren von Restaurants, Hotels oder Mietautos. Was beide Karten gemeinsam haben: Man darf nicht mehr Schulden machen, als man begleichen kann. Beim Bezahlen mit Karten verliert man leicht den Überblick, wie viel Geld man ausgibt.

 

Lerntipp: Überlegen Sie diverse Situationen, etwa das Bezahlen einer Hotelrechnung oder das Ausdrucken von Kontoauszügen. Die Kinder sollen überlegen, ob man dafür eine Bankomatkarte braucht, oder auch die Kreditkarte verwenden kann.

Wie bezahlt man mit Kreditkarte?

Es gibt verschiedene Anbieter von Kreditkarten, etwa Visa, MasterCard, Diners Club oder American Express. Bei Händlern und Betrieben sind die Symbole jener Kreditkarten zu sehen, die akzeptiert werden – an der Eingangstür oder bei der Kassa. Wer das passende Symbol sieht, kann mit seiner Karte bezahlen. Die Zahlung wird vom Inhaber mit Unterschrift oder Code bestätigt. Auch Kreditkarten haben einen Code, wie Bankomatkarten. Bei Zahlungen im Internet oder per Telefon muss man die Daten angeben, die auf der Karte aufgedruckt sind: Inhaber, Kartennummer, Ablaufdatum und Prüfnummer auf der Rückseite.

 

Lerntipp: Erkunden Sie mit den Kindern bei einem Rundgang im Einkaufszentrum, welche Kreditkarten von den verschiedenen Geschäften angenommen werden.

Was tun bei Verlust einer Kreditkarte?

Wie bei der Bankomatkarte gilt auch hier: Geht die Kreditkarte verloren, muss man sie sofort sperren lassen. Dafür gibt es Telefon-Services, die rund um die Uhr erreichbar sind. Die Sperre muss so rasch wie möglich erfolgen, damit niemand die Karte missbräuchlich verwenden kann. 

 

Lerntipp: Zeigen Sie den Kindern Bankomat- und Kreditkarten und erklären sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede. 

Kontaktlos bezahlen

Seit einigen Jahren verfügen Bankomat- und Kreditkarten über die Funktion "Kontaktlos bezahlen". Damit können Beträge bis 25 Euro durch kurzes Anhalten an den Kartenterminal bezahlt werden. Bei höheren Beträgen muss der Code eingetippt werden.

 

Lerntipp: Zeigen Sie den Kindern an einer Kassa im Supermarkt das kontaktlose Bezahlen mit Karte. Weisen Sie die Kinder darauf hin, dass jede Person mit der Karte kontaktlos zahlen kann – auch Unbefugte. Deshalb muss man seine Karten immer sorgfältig aufbewahren.

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