Fußball-EM als Wertschöpfungsmotor: Konsumenten geben mehr Geld für Fleisch und Alkohol aus

22.Juni 2021

Der Handel mit Sportartikeln und Lebensmitteln profitiert am meisten von der EM, denn 30 Prozent der Österreicher kaufen Fußball-Fanartikel. Zu diesem Ergebnis kommt der Handelsverband Consumer Check.

Alle vier Jahre lässt die UEFA Fußball-Europameisterschaft das Herz eines jeden Fußballfans höher schlagen. Der Handelsverband hat sich die EM-Endrunde 2021 genauer angesehen und die Österreicher befragt. Das Ergebnis? Im Schnitt belaufen sich die Mehrausgaben aufgrund der Fußball-EM bei Sport- und Fanartikeln auf 60 Euro, bei Snacks bzw. Süßigkeiten auf 37 Euro und bei Deko-Produkten auf 35 Euro. Doch damit nicht genug: „Die Österreicher feiern die Teilnahme der heimischen Elf an der EM mit 56 Euro an Mehrausgaben für Fleisch sowie 54 Euro extra für Alkohol. Mit dem Erreichen des Achtelfinales dürfte ein weiterer sprunghafter Anstieg in diesen Warengruppen absehbar sein“, sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Stationärer Handel hat bei den Fußball-Fans die Nase vorne

Je älter die Befragten, desto geringer das Interesse am Kauf von Fanartikeln. „Das Geschlecht spielt hingegen kaum eine Rolle, die EM dürfte also Frauen und Männer gleichermaßen begeistern. Snacks kauft jeder Dritte, Alkohol jeder Vierte“, so Will. Softdrinks (20 Prozent), Süßigkeiten (18 Prozent) und Fleisch (16 Prozent) zählen ebenfalls zu den Verkaufsschlagern. Aber: Sieben von zehn Österreicher verzichten heuer gänzlich auf den Kauf von Fanartikeln für sich oder andere.

Mehr als 56 Prozent der Befragten kaufen ihren EM-Bedarf am liebsten im Supermarkt, 41 Prozent beim Discounter und 9 Prozent im stationären Fachmarkt. Bereits 7 Prozent shoppen zur EM in ausländischen Online-Shops, lediglich 4 Prozent im heimischen eCommerce.

Wer wird Europameister?

Was die EM-Favoriten betrifft, geben sich Frau und Herr Österreicher wenig patriotisch. 20 Prozent tippen auf Frankreich als Sieger, 13 Prozent auf Italien und 10 Prozent sehen unseren Lieblingsnachbarn Deutschland ganz oben auf dem Siegertreppchen. Knapp dahinter folgt aber schon das heimische Nationalteam mit immerhin 9 Prozent.