Österreichs Beratungsbranche in EU auf Platz 1

10.Juni 2021

Die österreichischen Berater haben im letzten Jahr weltweit einen Exportumsatz von 9,12 Mrd. Euro generiert und stehen auch in fast allen europaweiten Vergleichen an erster Stelle. Bei Umsatzwachstum und Beschäftigung ist Österreich sogar Bestplatzierter.

Der aktuelle Jahresbericht der Europäischen Dachorganisation der nationalen Managementberatungsverbände (European Federation of Management Consultancies Associations, FEACO) hält fest, dass Österreichs Beratungsbranche im Vergleich zu anderen europäischen Ländern das größte Umsatzwachstum verzeichnet. So stieg der Umsatz der heimischen Berater zwischen 2017 und 2019 um durchschnittlich 12,2 Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: der Europaschnitt liegt hier bei 8 Prozent. „Dieser Trend zeigt deutlich, dass Österreichs Berater den Digitalisierungsturbo gezündet haben und als Wirtschaftstreiber nicht nur in Österreich, sondern auch in Europa und weltweit erfolgreich sind“, sagt Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich (WKO).

Berater sind unerlässlicher Wirtschaftsturbo

Mit rund 37 Mrd. Euro Jahresumsatz im letzten Jahr sind die österreichischen Berater eine besonders starke Wirtschaftskraft. Viele Betriebe wurden im Strategie- und Krisenmanagement mit Fachexpertise tatkräftig unterstützt. „Diese Vorreiterrolle zeigt auch die Umsatzentwicklung der Beratungsbranche im BIP-Vergleich deutlich“, erklärt Harl. „Zwischen 2017 und 2019 wuchs unser Branchenumsatz um durchschnittlich 12,2 Prozent pro Jahr. Das heimische BIP erzielte im selben Zeitraum ein Wachstum von 3,2 Prozent jährlich. Und europaweit stiegen die Bruttoinlandsprodukte überhaupt nur um durchschnittlich 2,4 Prozent.“

Beratungsbranche weltweit wichtig in Krisenzeiten

Der International Consultants Day am 3. Juni hat gezeigt, dass die Beratungsbranche für den Transfer von Wissen steht – Wissen, das besonders in Krisenzeiten unerlässlich ist. Strategie- und Krisenmanagement, Unternehmenssanierung sowie Digitalisierungsberatung sind nur einige Disziplinen der Branche, mit denen Berater auf der ganzen Welt Betrieben mit Hands-on-Mentalität zur Seite stehen und sie aus der Krise leiten. „Die Berater sind wahre Experten in ihrem Gebiet. Die Coronavirus-Monate haben deutlich gezeigt, wie wichtig ihre Expertise ist, wenn es um Krisenmanagement und Zukunftsstrategien geht“, kommentiert FEACO-Obmann Matthias Loebich.

Starker Fokus auf Green Tech, Cybersicherheit und Krisenfestigkeit

Dass sich die Aktivitäten von Beratungsunternehmen schon länger verstärkt um die Digitalisierung drehen, bestätigt der FEACO-Jahresbericht – so war 2019 ein Viertel aller europäischen Berater im Technologiesektor aktiv. Ein Trend, der in naher Zukunft noch stärker ausgeprägt sein wird, wie UBIT-Obmann Harl abschließend betont: „Insbesondere in der Coronavirus-Pandemie haben wir gesehen, wie wichtig zukunftsweisende Strategien für Betriebe sind. Immer mehr Unternehmen benötigen Beratung zu Cybersicherheit, Green Tech und Online-Shops und der Trend geht klar in Richtung digitale Transformation“.