US-Industrie wächst den zwölften Monat in Folge

04.Juni 2021

Die Geschäfte der US-Industrie sind im Mai besser gelaufen als erwartet. Der Einkaufsmanagerindex kletterte um 0,5 auf 61,2 Punkte.

Diese Zahlen zur US-Industrie teilte das Institute for Supply Management (ISM) am Dienstag zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Das Barometer liegt nunmehr seit zwölf Monaten über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 60,9 Punkten gerechnet.

Das Neugeschäft der US-Industrie – die etwa zwölf Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht – legte mit beschleunigtem Tempo zu. Es profitierte von der weitgehend wieder geöffneten Wirtschaft nach dem Corona-bedingten Lockdown. „Die Neuaufträge steigen so stark wie seit 14 Jahren nicht mehr, dank der wiederbelebten Binnennachfrage und Rekordausfuhren“, sagte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson. Allerdings stiegen auch die von den Herstellern erhobenen Preise so stark wie nie zuvor.

US-Industrie beruhigt Unternehmen nicht

Dennoch zeigten sich die Unternehmen mit Neueinstellungen so zurückhaltend wie seit November 2020 nicht mehr. Die Kosten für die Unternehmen legten erneut kräftig zu, wenn auch nicht mehr ganz so schnell wie zuvor. Die Bauausgaben stiegen im April um 0,2 Prozent auf 1,524 Billionen Dollar (1.249,08 Mrd. Euro) und damit etwas weniger als erwartet, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Experten hatten mit einem Anstieg von 0,5 Prozent gerechnet.

Allerdings fiel das Plus vom März nach revidierten Zahlen mit einem Prozent stärker aus als zunächst gemeldet. Während die Ausgaben im privaten Sektor im April um 0,4 Prozent zulegten, sanken sie bei der öffentlichen Hand um 0,6 Prozent. (APA/red)