Österreichs Agrarexporte lagen 2020 über den Importen

07.April 2021

Österreichs Agrar-Handelsbilanz ist 2020 erstmals positiv ausgefallen. Sie lag mit 10,8 Millionen Euro im Plus, nach minus 441,6 Millionen Euro im Jahr 2019, das Jahr davor waren es minus 664,1 Millionen Euro.

2020 wurden Agrarprodukte und Lebensmittel im Wert von 12,8 Mrd. Euro exportiert. Zu den Gesamtexporten der heimischen Wirtschaft trugen die Agrarexporte neun Prozent bei. Während die Exporte insgesamt im Vorjahr um 7,5 Prozent nachgaben, konnte der Agrarsektor um 3,9 Prozent zulegen.

„Bei rein landwirtschaftlichen Erzeugnissen zeigte sich ein Exportzuwachs von 4,5 Prozent bei einem gleichzeitigen Rückgang der Importe in diesem Segment um 1,4 Prozent“, so das Landwirtschaftsministerium unter Verweis auf aktuelle Zahlen der Statistik Austria. Mit einem Volumen von rund 9,29 Mrd. Euro wurden 2020 etwa 73 Prozent aller Agrarprodukte in die Europäische Union exportiert. Das entsprach einem Anstieg um vier Prozent gegenüber dem Jahr davor. Neben Deutschland zählten Italien, die Niederlande und Ungarn zu den Top-Exportländern Österreichs in der Union.

Agrarexporte: Erstmals positive Agrarhandelsbilanz

Die wichtigsten Importprodukte – aus der EU und Drittstaaten – waren Obst mit 1,2 Mrd. Euro, gefolgt von Zubereitungen aus Getreide mit 1,1 Mrd. Euro sowie Milch und Milchprodukte mit 925 Mio. Euro und Fleisch mit 845 Mio. Euro.

„Der Erfolg der heimischen Qualitätsprodukte spiegelt sich in der Außenhandelsstatistik für das Jahr 2020 deutlich wider. Erstmals in der Geschichte haben wir eine positive Agrarhandelsbilanz, das bedeutet wir exportieren mehr Lebensmittel als wir importieren. Das ist eine Erfolgsgeschichte der heimischen Landwirtschaft“, so Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP).

Ein umfangreiches Maßnahmen- und Unterstützungspaket des Ministeriums soll die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Landwirtschaft abfedern. Unter www.landwirtschaft.at gibt es einen Überblick über alle für die Landwirtschaft relevanten Hilfsmaßnahmen. (APA/red)