Nachhaltigkeit: Der Erste Campus ist nun auch Stromproduzent

06.April 2021

Zusätzlich zum bezogenen Ökostrom, erzeugt der Firmenhauptsitz von Erste Group und Erste Bank nun mit einer Photovoltaik-Anlage Strom für den Eigenverbrauch.

Auf einer Dachfläche von 2.000 Quadratmeter nutzt der Bankkonzern damit die maximale Fläche auf den Dächern von fünf der sechs Gebäudeteilen am Erste Campus aus. Die 764 Module der fertigen Photovoltaik-Anlage liefern rund 250.000 kWh Strom pro Jahr. Das entspricht etwa dem Verbrauch von 125 Haushalten.

Der Erste Campus im Wiener Quartier Belvedere wurde zwischen 2012 und 2015 nach höchsten Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards errichtet – und wird konstant nach diesen Grundsätzen weiterentwickelt.

Zertifizierte Nachhaltigkeit

In Ergänzung beispielsweise zur Betonkernaktivierung für Heizung/Kühlung gespeist aus Geothermiepfählen in Verbindung mit dem Wiener Fernwärme bzw. -kältenetz und der Energierückgewinnung bei den Aufzugsystemen ist die Errichtung der Photovoltaik-Anlage ein weiterer Baustein, um die Konzernzentrale der Erste Group noch klimafreundlicher zu gestalten.

Der Erste Campus wurde mit der höchsten Stufe (DGNB Platin) im Zertifizierungssystem der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) eingestuft und wird vom Österreichischen Umweltzeichen des BMK als „Green Location“ zertifiziert.

Erste Group setzt weitere Schritte zur Nachhaltigkeit

Erst kürzlich hat die Erste Group die Beendigung der Geschäftsaktivitäten im Kohlesektor bekannt gegeben. Sie reagiert damit auf die erhöhte Dringlichkeit durch die steigenden globalen Temperaturen und verschärft ihre Finanzierungsparameter für Aktivitäten im Zusammenhang mit Kraftwerkskohle. „Die Corona-Pandemie ist eine offensichtliche Chance für einen ökologischen Umschwung der gesamten Wirtschaft. Ich bin der Überzeugung, dass zukünftiges Wachstum aus nachhaltigen Projekten kommen muss“, sagte Bernd Spalt, CEO der Erste Group.

Als Ergebnis der aktualisierten Richtlinie sind neue Direktfinanzierungen von kohlespezifischen Investitionen oder Cashflows im Zusammenhang mit dem Kohleabbau, der Kohleverarbeitung, der Koksverarbeitung oder der kohlebasierten Energieerzeugung nicht mehr zulässig. Ausgeschlossen werden zudem Förderungen zur Erweiterung, Modernisierung und Wartung bestehender Anlagen sowie die Finanzierung von Lieferketten, die sich direkt der Erstellung von Anlagen des Kohlebergbaus oder kohlebasierter Kraftwerke widmen.