Corona-Krise hat deutliche Auswirkungen auf das Schenkverhalten

23.Dezember 2020

Covid-19 hat 2020 und unser Leben in vielerlei Hinsicht beeinflusst und zu Verhaltensänderungen in den verschiedensten Lebensbereichen geführt – so auch zu Weihnachten. Das zeigt eine Umfrage vom Tarifvergleichsportal durchblicker. Untersucht wurde dabei, inwiefern die Corona-Krise das heurige Schenkverhalten verändert hat und wie die Weihnachtspackerl heuer finanziert werden.

„Die Corona-Krise wirkt sich offenbar deutlich auf das Schenkverhalten aus. Wie aus unserer Umfrage hervorgeht, schenkt jeder Vierte heuer weniger als sonst. Dazu kommt eine deutliche Verschiebung bei der Ausgabenhöhe – es wird heuer deutlich weniger Geld für Geschenke ausgegeben. Dabei wird häufig auch auf Erspartes zurückgegriffen“,sagt Reinhold Baudisch, Geschäftsführer von durchblicker.

So geben die Österreicher normalerweise mehrheitlich zwischen 100 und 400 Euro aus (54 Prozent), jeder Fünfte schenkt sogar noch mehr (23 Prozent). Bei all jenen, die heuer weniger ausgeben, sinkt der Anteil an Geschenken zwischen 100 und 400 Euro auf 44 Prozent. Der Großteil (53 Prozent) gibt für Packerl heuer unter 100 Euro aus. Besonders Selbstständige und freie Dienstnehmer stechen hier heraus, von letzteren schenkt jeder Zweite in diesem Jahr weniger als sonst. Was den Bundesländer-Vergleich betrifft, sind die Tiroler besonders betroffen – jeder Dritte (34 Prozent) kauft heuer deutlich weniger Geschenke als sonst.

Schenkverhalten: 7 von 10 verschenken heuer gleich viel

Immerhin: 70 Prozent der in Österreich lebenden Personen verschenken heuer gleich viel wie sonst, vier Prozent sogar mehr. Reinhold Baudisch: „Obwohl die Unterschiede im Vergleich zu anderen Jahren aufgrund der schwierigen Umstände offenkundig sind, erweisen sich Weihnachtsgeschenke an sich als relativ krisenfest.“

Zur Finanzierung der Weihnachtsgeschenke greifen 73 Prozent der Österreicher auf ihr laufendes Einkommen zurück, 22 Prozent verwenden Erspartes und beinahe ein Drittel (29 Prozent) nutzt dafür vorwiegend das Weihnachtsgeld.

14. Gehalt: Halb sparen, halb ausgeben

Das sogenannte 14. Gehalt kam trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage auch heuer wieder pünktlich zu Adventbeginn bei der Mehrheit der Österreicher auf dem Konto an. Doch wie wird es verwendet? Laut den Daten aus der durchblicker-Umfrage wird das Weihnachtsgeld zu etwa gleichen Teilen ausgegeben (51,2 Prozent) bzw. gespart (48,8 Prozent). Was das Sparen betrifft, so geben 27 Prozent der Befragten an, heuer mehr sparen zu wollen. Besonders gilt das für Personen aus dem Burgenland (47 Prozent) und Kärnten (36 Prozent).

Insgesamt legt mehr als die Hälfte (53 Prozent) Geld für die eigene finanzielle Absicherung beiseite, 41 Prozent für größere Anschaffungen (Haus, Auto, Renovierung) und 37 Prozent für kleinere Anschaffungen (technische Geräte, Urlaubsreisen). Ein Viertel der Österreicher will mit zurückgelegten Mitteln für ihre Familie vorsorgen, 21 Prozent spart für die Altersvorsorge. Was die Sparformen angeht, sind das Sparkonto (45 Prozent) und das Sparbuch (30 Prozent) am beliebtesten. 28 Prozent der Befragten sparen Bargeld, 17 Prozent nutzen einen Bausparvertrag, 13 Prozent eine Lebensversicherung.

Weihnachtsgeld für Fixkosten, Rechnungen oder Schulden

6 von 10 Österreicher geben das 14. Gehalt für Geschenke aus. Aber noch größer ist der Anteil an Personen, die die “Weihnachtsremuneration” nicht nur für Erledigungen rund um das frohe Fest nützen. So geben zwei Drittel (67 Prozent) aller Befragten an, eine oder mehrere der folgenden Ausgaben mithilfe des Weihnachtsgeldes bestreiten zu müssen: Offene Rechnungen, Schuldenabbau oder Fixkosten wie Wohnkosten, Kosten für Verkehrsmittel oder die Verpflegung und Versorgung von Familie und Haustieren. Weitere Posten sind Freizeitaktivitäten (33 Prozent) oder Reise und Wellness (26 Prozent).

Besonders die Fixkosten sind jedoch ein Bereich, wo in wirtschaftlich angespannten Zeiten die finanziellen Belastungen eines Haushalts rasch und spürbar gesenkt werden können. „Bei den Ausgaben für Energie, Handy und Internet oder Versicherungen belasten viele Menschen ihr Haushaltsbudget mehr als notwendig. Gerade die ausgabenstarke Zeit um Weihnachten kann ein Anreiz sein, hier zu optimieren und unnötige Kosten zu vermeiden. Der Markt ist dynamisch, Unternehmen positionieren sich laufend mit attraktiven Offerten. Angebote zu vergleichen und eventuell den Anbieter zu wechseln zahlt sich also aus. Die möglichen Ersparnisse sind erheblich und können das Geldbörserl deutlich entlasten“, so Baudisch.

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.