Home-Office: gekommen, um zu bleiben

16.Dezember 2020

94 Prozent der Österreicher wollen auch nach der Krise die Möglichkeit haben, um im Home-Office zu arbeiten. Auch die Akzeptanz auf Unternehmensseite wächst. Zu diesesn Ergebnissen kommt eine Umfrage des Karriereportals karriere.at.

Bereits im Mai des Jahres hat karriere.at seinen Usern exakt dieselbe Frage in einer Onlineumfrage gestellt. Inzwischen – ein halbes Jahr später – hat sich die Meinung zum Thema „Arbeiten von zuhause aus“ kaum verändert. Die Zustimmung ist ungebrochen hoch und sogar minimal gewachsen. 94 Prozent der Österreicher (339 befragte Arbeitnehmer) befürworten das Konzept Home-Office und wollen auch nach der Corona-Krise daran festhalten.

Eine kleine Verschiebung ist nur hinsichtlich der Verteilung bei den 169 teilnehmenden Unternehmensvertretern festzustellen: In der ersten Umfrage im Mai waren 73 Prozent der Meinung, Home-Office sollte zur Wahl stehen, wenn auch nicht jeden Tag. In der aktuellen Umfrage antworteten nur noch 66 Prozent so. Dafür konstatieren nun mehr (nämlich 22 Prozent) der teilnehmenden Unternehmensvertreter zum Thema Home-Office auch nach der Krise „Definitiv. Unsere Mitarbeiter wollen nichts anderes.“ Zum Vergleich: Im Mai waren nur 16 Prozent dieser Meinung. Die Zustimmung zum Home-Office scheint auf Unternehmensseite also gewachsen zu sein.

Dass man „auf keinen Fall“ oder „nur in Ausnahmefällen“ auf Home-Office setzen würde, ist sowohl auf Arbeitnehmer- (6 Prozent) als auch Arbeitgeberseite (12 Prozent) wenig populär – genau wie bereits zur ersten Umfrage im Mai (7 Prozent bei den Arbeitnehmern, 11 Prozent bei Arbeitgebern).

Wunsch und Realität gehen auseinander

Viele Unternehmen haben nach dem ersten Lockdown recht rasch wieder auf Präsenz in den Büros umgestellt. Zwar appellierte man von Regierungsseite vor dem 2. Lockdown, Home-Office überall möglich zu machen, wo es möglich sei, jedoch nutzten schon im Spätsommer weniger Unternehmen Home-Office als Alternative. Laut Statistik Austria arbeiteten im 3. Quartal des Jahres 19,6 Prozent (bzw. 700.900 Erwerbstätige) von zuhause aus – das entspricht einem Rückgang von 11 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal. Nur noch 8,5 Prozent haben coronabedingt im Home-Office gearbeitet (- 14,3 Prozentpunkte). Das Home-Office-Gesetz soll in Österreich erst im März 2021 kommen, bis dahin gilt, was die Sozialpartner vereinbart haben. Es wird sich zeigen, wie Österreichs Unternehmen mit dieser rechtlichen Grundlage und nach einem Ende der Pandemie mit dem Thema umgehen.

Dass arbeiten von zuhause für Arbeitnehmer jedenfalls sehr attraktiv ist, bestätigen aktuelle Analysen der Jobsuchen auf karriere.at. Der Begriff „Home-Office“ wird am Karriereportal aktuell so oft gesucht wie nie zuvor. Im Schnitt liegt die Häufigkeit dazu aktuell bei weit über 1.000 Sucheingaben pro Tag. Darauf hat karriere.at reagiert und bietet ab sofort einen neuen Home-Office-Suchfilter in der Jobsuche an. Dieser ermöglicht es, ganz konkret nach freien Stellen bzw. Arbeitgebern zu suchen, die das Arbeiten aus den eigenen vier Wänden möglich machen.

Home-Office auch in Zukunft Anreiz für Arbeitnehmer

„Das Konzept Home-Office ist gekommen, um zu bleiben“, meint Georg Konjovic, CEO von karriere.at. „Grundsätzlich halten wir sehr viel von einem belebten Firmengebäude – es trägt maßgeblich zu guter Kommunikation, Teamgefüge und einer lebendigen Unternehmenskultur bei.“ Dennoch gebe es Situationen, die das Arbeiten von zuhause aus unabdingbar machen, betont Konjovic. „Wenn es etwa um die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter geht. Auch nachdem wir diese Krise überstanden haben werden, wird Home-Office ein wichtiges Thema bleiben und ein Anreiz für Arbeitnehmer sein – das ist auch der Grund, warum man in der karriere.at Jobsuche jetzt explizit danach filtern kann.“