Digitalisierung der Immobilienbranche als Schlüsselfaktor zur Wertsteigerung

04.Dezember 2020

Das Wiener Technologie-Unternehmen Dolphin Technologies hat ein Modell zur Prognose von COVID-19-Infektionszahlen in Österreich entwickelt. Mithilfe des Mobilitätsverhaltens von 30.000 Autofahrer können die Infektionszahlen eine Woche im Voraus vorhergesagt werden.

Weltweit arbeiten Epidemiologen, Mathematiker und Geophysiker an Rechenmodellen, die die Dynamik von COVID-19 prognostizieren sollen. Das Wiener Telematik-Unternehmen Dolphin Technologies hat nun ein eigenes, spezielles Modell zur Vorhersage von COVID-19-Infektionszahlen in Österreich entwickelt: Es beruht auf dem Mobilitätsverhalten von rund 30.000 Autofahrern in Österreich, die mit einer Telematik-Applikation von Dolphin unterwegs sind.

„Aus Anzahl und Länge von Autofahrten sowie den Fahrtzielen analysieren wir das Mobilitätsverhalten der Österreicher. So können wir nicht nur die Wirkung von Eindämmungsmaßnahmen vorhersagen, sondern aus dem aktuell beobachteten Verhalten die Infektionszahlen eine Woche im Voraus prognostizieren“, so Harald Trautsch, CEO von Dolphin. Die Fahrziele werden zusätzlich mit relevanten Informationen angereichert, also ob es sich z. B. um eine Schule, einen Nahversorger oder ein Einkaufszentrum handelt. Dadurch wird die Aufenthaltsdauer an diesen Orten bestimmt und ein Einblick gegeben, wie die Österreicher konkret auf Vorgaben und Empfehlungen zur Einschränkung der COVID-19-Pandemie reagieren.

Ab sofort gibt es das Dashboard mit den Berechnungen kostenlos hier. Der Bundesregierung und der heimischen Coronavirus Taskforce wurden die Erkenntnisse bereits zur Verfügung gestellt.

Lernendes Modell gegen COVID-19

Alle analysierten Daten sind vollständig anonymisiert und erlauben keine Rückschlüsse auf einzelne Autofahrer. Im Zeitraum vom 22. bis 31. November 2020 lag die mittlere Abweichung zwischen der Vorhersage des Technologieunternehmens und den tatsächlichen Fallzahlen unter 10 Prozent. Aktuell wird daran gearbeitet, weitere Parameter in die Prognose einfließen zu lassen: So werden die Faktoren Temperatur, Wind und Luftfeuchtigkeit berücksichtigt, da sie Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen haben. Das Modell lernt kontinuierlich dazu, entwickelt sich weiter und wird so immer genauer.

Das Prognosemodell ist nicht das erste Projekt des Wiener Technologieunternehmens im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Bereits im März 2020 wurde eine Contact-Tracing-App entwickelt, die seit Mai in Georgien in Verwendung ist. Details gibt es hier