Lockdown: Unterstützung für hart getroffene Betriebe gefordert

16.November 2020

Die WKÖ und der Handelsverband fordern Unterstützungsmaßnahmen und klare Perspektive für die Betriebe. Nun sie „wirtschaftliche Vernunft notwendig, um Betriebe und Arbeitsplätze zu schützen“, so WKÖ-Präsident Harald Mahrer.

„Der Lockdown trifft die heimische Wirtschaft mit voller Härte. Umso wichtiger ist, die Betriebe zu unterstützen, um die Folgen für die wirtschaftliche Gesundheit der Unternehmen so gering wie möglich zu halten“, sagen WKÖ-Präsident Harald Mahrer und WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf. „Wir begrüßen, dass die Regierung weitere Unterstützungsmaßnahmen für die von den zusätzlichen Verschärfungen betroffenen Betriebe angekündigt hat. Das ist wirtschaftlich vernünftig und notwendig. Der im Lockdown light vom Finanzministerium umgesetzte Umsatzersatz hat bisher sehr gut funktioniert. Den betroffenen Betrieben wurde rasch und unbürokratisch geholfen. Positiv sehen wir die Ankündigung, dass bereits ab 23. November auch den neu betroffenen Unternehmen adäquate Unterstützung zur Verfügung stehen soll“, sagen Mahrer und Kopf.

Auch die Kurzarbeit ist ein weiterhin wichtiges Element zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise. „Mit der Kurzarbeit ist es den Sozialpartnern gemeinsam mit der Regierung und dem AMS seit Beginn der Krise gelungen, tausende Arbeitsplätze zu sichern. Das zuletzt nochmals auf den Lockdown angepasste Modell steht jetzt auch den zusätzlich betroffenen Betrieben zur Verfügung“, so Mahrer und Kopf abschließend.

Lockdown: Händlersterben befürchtet

Der Handelsverband fordert angesichts der Verschärfung der Corona-Maßnahmen „gute und rasche“ Hilfen. „Wir befürchten ein Händlersterben von 6.000 Geschäften“, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Der „Lockdown light“ habe bereits bei vielen Händlern, etwa im Bereich Textil, Schmuck, Sport und Lebensmittelgroßhandel, zu massiven Umsatzeinbrüchen geführt. Diesen Betrieben müsse bereits jetzt besser geholfen werden.

„Der Handel hat Verständnis, dass immer die Gesundheit an erste Stelle steht. Wenn es weitere Restriktionen gibt, dann muss es aber auch dasselbe Verständnis für rasche Hilfen geben“, so der Branchenvertreter. Die kommenden Wochen bis Weihnachten seien der „wichtigste Zeitraum“ für die Handelsbranche. Viele Betriebe hatten gehofft, die Verluste aus den ersten Corona-Monaten vielleicht nun wieder aufzuholen. Der Handelsverband drängt auf einen 80-prozentigen Umsatzersatz für die betroffenen Unternehmen. Diese Art von Hilfe gibt es bereits für Betriebe im Bereich Beherbergung, Veranstaltungen, Gastronomie und Freizeitangebote für den Monat November. (APA/red)

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