Homeoffice: Psychologische Tipps für den zweiten Lockdown

16.November 2020

Praktische Tipps des Berufsverbands der Psychologen zeigen, wie man in diesen herausfordernden Zeiten trotz Arbeitslosigkeit auf das psychische Wohlbefinden achten und dieses verbessern kann.

Vielen Menschen macht der bevorstehende zweite Lockdown Angst. Wie man mit dieser und anderen aktuellen Herausforderungen wie Isolation im Homeoffice besser umgehen können, zeigt der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) jetzt in mehreren Infosheets. Derzeit abrufbare Informationsblätter gibt es zu folgenden Themen:

Das Infoblatt gibt in fünf Kategorien Empfehlungen zum Umgang mit überbordenden Ängsten und Sorgen, erklärt, welche Maßnahmen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen empfehlenswert sind und wie man mit aufkommenden Konflikten umgehen kann. Das Blatt ist in 19 Sprachen verfügbar, darunter Englisch, Bosnisch/Serbisch/Kroatisch, Türkisch, Arabisch, Italienisch, Farsi, Russisch, Bulgarisch, Tschechisch, Somali und Spanisch. Auch eine Version Leichter Lesen ist abrufbar.

Homeoffice

Während der Corona-Pandemie von zu Hause aus arbeiten will gelernt sein. Der Leitfaden enthält Empfehlungen für die tägliche Arbeitsplanung, für eine bessere Kommunikation und die Vereinbarkeit von Job und Kinderbetreuung. Das Informationsblatt richtet sich sowohl an ArbeitnehmerInnen als auch an Führungskräfte.

Psychologische Tipps für den Umgang mit Arbeitslosigkeit sind wichtig. Die praktischen Tipps zeigen, wie man in diesen herausfordernden Zeiten trotz Arbeitslosigkeit auf das psychische Wohlbefinden achten und dieses verbessern kann. All jene in systemrelevanten Berufen können trotz Lockdowns nicht von daheim aus arbeiten und sind dadurch vermehrt mit Belastungen, beispielsweise ungeduldigen oder aggressiven KundInnen oder eigenen Ängsten, konfrontiert. In diesem Infosheet finden sie Handlungsempfehlungen für die aktuelle Situation. Alle Infoblätter im Überblick finden Sie hier.

„Als PsychologInnen ist es unsere Hauptaufgabe, gerade in schwierigen Zeiten die psychische Gesundheit aller Menschen in Österreich im Blick zu haben“, sagt BÖP-Präsidentin a.o. Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger. „Die von uns entwickelten Infoblätter sollen dazu ein erster wichtiger Schritt sein.“

Bei akuten Überlastungen steht die BÖP-Helpline von Montag bis Freitag 9 bis 13 Uhr unter Tel. 01/504 8000 oder per Mail (helpline@psychologiehilft.at) kostenlos und anonym für Entlastungsgespräche zur Verfügung. Klinische PsychologInnen und Gesundheitspsychologen in Ihrer Nähe finden Sie in der Suchmaschine psychnet.at.

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.