Green Deal: Wie in grüne Technologien investieren?

22.September 2020

Der Klimawandel und seine Folgen gelten als die größte Herausforderung der Menschheitsgeschichte. Denn unser Lebensstil – Stichwort Maßlosigkeit beim Konsum oder unnötiger Energieverbrauch – belastet weltweit Umwelt und Gesellschaft. Das wissen wir nicht erst seit Greta Thunberg. Um eine Wirtschaft zu ermöglichen, die Zukunft hat, müssen technische Verfahren nachhaltig gestaltet werden – oder durch bessere ersetzt werden.

Welche Themen werden uns in den nächsten Jahren begleiten? Wo sind beim Green Deal die Herausforderungen für die Wirtschaft und die Umwelt? Und welche Lösungsansätze könnten gewinnbringend sein? Hier ein kurzer Überblick in Stichworten.

Erneuerbare Energie & Energieeffizienz

  • Stromerzeugung aus Erneuerbaren Quellen
  • Entwicklung der Energienetze zur besseren Einbindung erneuerbarer Energieträger
  • Effizienzsteigerung bei bestehenden Kraftwerken
  • Reduktion des Energieverbrauchs in der Industrie

Infrastruktur & Nachhaltiges Bauen

  • Bau nachhaltiger Immobilien & Sanierung Bestandsgebäude
  • Öffentliche Infrastruktur (Stadtentwicklung, Radwege…)
  • Mobilität
  • Projekte im öffentlichen Nah- und Fernverkehr
  • Elektro und Hybride Mobilität

Wasser & Abfallbehandlung

  • Wasserversorgung & Abwasseraufbereitung
  • Recycling & Abfallbehandlung

Landwirtschaft, Ökosysteme & Biodiversität

  • Förderung nachhaltiger Landwirtschaft
  • Schutz von Lebensräumen und gefährdeten Tierarten

Green Deal der EU: Investitionen in Milliardenhöhe

Fest steht schon heute, dass uns diese Zukunftsthemen auf Jahre und Jahrzehnte beschäftigen werden. Das hat auch die Politik auf den Plan gerufen. Der von EU-Ratspräsidentin Von der Leyen verkündete „Green Deal“ soll neue Maßstäbe setzen. Geht es nicht nur nach ihr, soll Europa bis 2050 der erste CO2-neutrale Kontinent sein.

Investitionen, die dem Green Deal dienen und den Klimaschutz forcieren, werden kanalisiert. Über 1000 Milliarden Euro sollen aus dem EU-Budget über die nächsten sechs Jahre investiert werden. Mehr als 30 Prozent davon werden direkt in Klimainvestitionen fließen. Es gibt Unternehmen, die sich diesen Herausforderungen stellen und schon heute vielversprechende Lösungsansätze bieten oder dabei sind zu entwickeln.

Das Gute daran, davon können auch „ganz normale AnlegerInnen“ profitieren, und zwar schon mit überschaubaren finanziellen Mitteln. Die ERSTE GREEN INVEST Fonds sind das Tor in eine neue, sauberere Welt. Die Fragen, die sich an dieser Stelle aufdrängen: Welche Möglichkeiten habe ich? Welche Chancen sind mit solchen Investitionen verbunden? Welche Risiken muss ich im Auge behalten?

ERSTE GREEN INVEST – der pure Aktienfonds

Bei einem Aktienfonds investiert man in Unternehmen, die an einer Börse gelistet sind. Beim ERSTE GREEN INVEST handelt es sich um Branchen wie Saubere Energie und Mobilität, die Wiederverwertung von Altstoffen, Landwirtschaft und Biodiversität, Gebäudesanierung bzw. Vermeidung von Schadstoffen. Aber auch Firmen der Biotechnologie, der Klimatechnik und im Hochwasserschutz können einen konkreten Nutzen für die Umwelt schaffen.

Prinzipiell bleiben Investitionen in Unternehmen – also auch Aktien – durch die Politik der Notenbanken (niedrige Zinsen) gut unterstützt. Dennoch muss man sich bei Aktien bewusst sein, dass die Kurse schwanken können, und wenn man vorzeitig verkaufen muss ein Verlust entstehen kann. Dieses Risiko kann man dadurch abfedern, dass man regelmäßig in kleinen Tranchen investiert über einen Fondssparplan. Mögliche Schwankungen lassen sich dadurch mit fortschreitender Anlagedauer ausgleichen.

ERSTE GREEN INVEST MIX – die Mischung aus Aktien und Anleihen

Gut geführte , wachstums- und ertragsstarke Unternehmen auf der einen Seite – der Ausgleich des Risikos auf der anderen Seite. Muss man den Wunsch nach attraktiven Erträgen fallen lassen? Nein, denn ein gemischter Fonds kombiniert Aktien mit Anleihen und vereint so die Vorteile aus beiden Anlageklassen (siehe dazu Blogbeitrag Gemischte Fonds in 8 Punkten einfach erklärt).

Vorsichtigere Anleger können in den ERSTE GREEN INVEST MIX investieren. Bei diesem Mischfonds werden die Aktien der erwähnten Unternehmen durch diverse nachhaltige Anleihen ergänzt. Diese sollen die Schwankungen im Zaum halten. Bei diesen sogenannten Green Bonds handelt es sich um Anleihen, die ausschließlich zur Finanzierung von Umwelt- und Klimaschutzprojekten dienen. Ein Fonds der je zur Hälfte aus Aktien und Anleihen besteht, ist in der Ertragseinschätzung anders zu sehen, als ein reiner Aktienfonds. Dennoch eignen sich beide Fonds ausgezeichnet, um bei dieser Anlage-Story dabei zu sein.

Fazit

Grüne Technologien sind als Folge des Klimwandels eine Investition in die Zukunft. Als AnlegerIn kann man bequem über Fonds an den Ertragschancen teilhaben. Ob es ein reiner Aktienfonds oder eine Mischung aus Aktien und Anleihen sein soll, hängt von der individuellen Ertragserwartung und der Risikobereitschaft und dem Anlagehorizont ab.

Wichtige rechtliche Hinweise: Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Der Autor Dieter Kerschbaum ist Communications Specialist Österreich bei Erste Asset Management.