Software zur einfachen KI-Entwicklung für Unternehmen

08.September 2020

Beim Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) sind viele Unternehmen immer noch zögerlich. Dabei birgt die Schlüsseltechnologie enormes wirtschaftliches Potenzial.

Das Gründerteam onetask.ai möchte Unternehmen den Einstieg in die KI mit einer speziellen Software zur KI-Entwicklung erleichtern und hat mit dieser Idee heute den achten Businessplan-Wettbewerb am Hasso-Plattner-Institut (HPI) gewonnen. Im Finale konnte das Team onetask.ai, bestehend aus den Studierenden Johannes Hötter (22), Henrik Wenck (26) und Simon Witzke (25), die Jury überzeugen und sich durchsetzen. Die Studierenden dürfen sich über einen Gewinn im Wert von 100.000 Euro freuen. Neben den personenbezogenen Stipendien im Umfang von bis zu 50.000 Euro, erhalten die Gewinner zudem ein Investmentangebot des HPI Seed Funds von 50.000 Euro und ein einjähriges Business-Coaching der HPI School of Entrepreneurship (E-School). Der Wettbewerb wird von der E-School gemeinsam mit dem HPI Seed Fund organisiert. Die E-School unterstützte die jeweiligen Teams auch im Entwicklungsprozess ihrer Gründungsidee.

Die Einführung von KI-Modellen ist für viele Unternehmen ein kostspieliges und zeitaufwendiges Unterfangen. Die Sorge, dass ein KI-Projekt mit seinen hohen Investitionskosten scheitern könnte, ist groß und verhindert oftmals die Einführung von KI. Genau an dieser Stelle setzt die Idee der drei Gründer für die KI-Entwicklung an. Ihre Software onetask.ai verbindet die frühzeitige Validierung von KI-Modellen über Datenannotationen bis hin zum fertigen KI-Modell per Knopfdruck. So können Unternehmensentscheider die Tauglichkeit verschiedenster Anwendungsfälle im Unternehmen bewerten und auch ohne KI-Knowhow von dem Innovationspotential profitieren. „Mit unserer Software ermöglichen wir eine frühzeitige Validierung verschiedener Use Cases und eine Identifikation von potentialversprechenden Anwendungsfällen“, so Hötter, HPI-Student und Mitgründer. Anschließend solle das auf Basis individueller Daten trainierte KI-Modell exportiert und in die bestehende Infrastruktur eingebunden werden können.

KI-Entwicklung und KI-Beratung

Bereits im Februar dieses Jahres gründete das Team eine studentische KI-Beratung. Im Rahmen des Projekts konnten sie ihre Geschäftsidee im direkten Kundenkontakt konzipieren und ihr Modell an die Bedürfnisse der Unternehmen anpassen. Ihre Teilnahme am Businessplan-Wettbewerb war für onetask.ai vor allem eine ideale Chance, Details weiterzuentwickeln sowie ihre Angebote auszubauen. „Wir planen im Rahmen des Wettbewerbs zeitnah eine neue Firma zu gründen, damit wir unsere KI-Software möglichst schnell umsetzen können“, freut sich Mitbegründer Wenck. Insgesamt beteiligten sich 21 Gründerteams mit mindestens einem HPI-Mitglied an dem Wettbewerb. Die Teams onetask.ai, ViSENSE und deaptwin hatten es nach mehreren Ausscheidungsrunden bis in das diesjährige Finale geschafft.

„Unsere Studierenden zu ermutigen und zu unterstützen, ihr eigenes Unternehmen zu gründen, ist wesentlicher Bestandteil unserer HPI-DNA. Unter der neuen Leitung der E-School von Herrn Dr. Frank Pawlitschek werden wir unsere Entrepreneurship-Angebote weiter ausbauen“, betont HPI-Institutsdirektor und Jurymitglied Professor Christoph Meinel. Gemeinsam mit den weiteren Jurymitgliedern Robin Staszek (Managing Partner von Hasso Plattner Ventures), Nicolai Bohn (Managing Director HPI Seed Fund) und Jonas Witt (HPI-Alumnus und Serial Entrepreneur) beglückwünschte Meinel die Gewinner und überreichte einen symbolischen Scheck über 100.000 Euro.