Weitere 3 Millionen Euro für Initiative KMU Digital

20.August 2020

Die Initiative des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) kam bei den heimischen kleinen und mittleren Unternehmen gut an. Mehr als 10.000 Beratungs- und Umsetzungsinitiativen konnten durch das Programm bereits unterstützt werden. Nun wird das Projekt mit einer Förderung von drei Millionen Euro fortgesetzt.

Im vergangenen Jahr verzeichnete das erneuerte Programm eine starke Nachfrage. Insgesamt wurden seit Oktober 2019 mehr als 3.000 Unternehmer bei ihrem Schritt in die Digitalisierung unterstützt. „Die aktuellen Entwicklungen haben die Notwendigkeit der Digitalisierung noch deutlicher gemacht. Das Wirtschaftsministerium stellt daher für das zweite Halbjahr drei Millionen Euro zur Verfügung, um KMU.DIGITAL fortzuführen und den Bedarf an Digitalberatung heimischer KMU zu decken“, so Wirtschafts- und Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck.

Bei KMU Digital können sich kleine und mittlere Unternehmen aus Österreich Förderungen von bis zu 4.000 Euro im Modul Beratung und bis zu 5.000 Euro im Modul Umsetzung holen. Beim zweiten Modul können Projekte mit förderbaren Kosten von mindestens 5.000 bis maximal 20.000 Euro gefördert werden (exklusive USt). In Frage kommen in Österreich rund 340.000 Klein- und Mittelbetriebe.

Geringer Digitalisierungsgrad bei KMU

In Österreich gibt es 340.000 Klein- und Mittelbetriebe. Fast die Hälfte dieser Betriebe (41,7 Prozent) haben einen geringen Digitalisierungsgrad. Insbesondere im Bereich E-Commerce, Social Media Marketing und die Nutzung von Cloud-Diensten gibt es einen Aufholbedarf. Aktuell sind erst 20 Prozent der Händler im E-Commerce tätig. Dieser wird durch die Corona-Krise zusätzlich verstärkt.

„Gerade jetzt brauchen heimische Betriebe unsere Unterstützung, um den Schritt in die Digitalisierung zu wagen. KMU.DIGITAL bietet eine persönliche Beratung und Hilfe bei der Umsetzung im Betrieb. Diese Kombination aus Beratung und Umsetzung sowie die individuelle Begleitung der KMU führt dazu, dass digitale Tools erfolgreich in den Betrieben eingesetzt werden. Die Digitalisierung ist für unsere KMU eine große Chance, die wir im Interesse des ganzen Standortes nutzen müssen“, so Schramböck.