Coronavirus-Sommerloch: Mehr Freizeit bei weniger Urlaubsbudget

22.Juli 2020

Knapp jeder Zweite hat diesen Sommer Coronavirus-bedingt mehr Freizeit, jedoch müssen zwei Drittel derzeit vermehrt sparen. Die Situation rund um Corona, könnte das Sommerloch für manche besonders tief werden lassen.

Die Coronavirus-Pandemie hat auch den Sommer fest im Griff. Fast jeder Zweite geht davon aus, dass er wegen Corona diesen Sommer mehr Freizeit haben wird, wie ein aktuelles Stimmungsbild mit 988 Teilnehmern der Job-Plattform hokify ergibt. Die Teilnehmer spüren die Pandemie vor allem in der Geldbörse. Zwei Drittel der Befragten gaben an, diesen Sommer sparsamer leben zu müssen. Besonders gespart wird beim Sommerurlaub und Freizeitaktivitäten, aber auch beim täglichen Lebensmitteleinkauf.

Befragte über 45 Jahre müssen Gürtel enger schnallen Vor allem Teilnehmer ab 45 Jahren geben sich diesen Sommer sparsamer, wie rund 72 Prozent dieser Altersgruppe angaben. Das widerspiegelt die erhöhte Angst vor einem Einkommensverlust im höheren Alter, wie eine hokify-Umfrage Anfang Juni ergeben hat: Jeder fünfte Österreicher über 45 Jahren litt während der letzten Monate speziell unter Einkommensverlust, während Personen bis 24 Jahre laut Umfrage davon weniger betroffen waren.

Jobsuche während Coronavirus-Sommerloch

Der Trend zum Sparen im Sommer zieht sich dennoch über alle Altersgruppen: Durchschnittlich wollen 6 von 10 Befragten diesen Sommer sparsamer leben. Die Befragten bis 24 Jahre sind dabei eher positiv gestimmt: Knapp die Hälfte wird diesen Sommer sparsamer leben, während die andere Hälfte keine Einschnitte beim Sommerurlaub und Co. machen muss. Am meisten gespart wird diesen Sommer – wie zu erwarten – beim Sommerurlaub (53 Prozent), gefolgt von Freizeitaktivitäten (44 Prozent), Gastro Besuchen (43 Prozent) und bei neuer Kleidung (42 Prozent), wie das Stimmungsbild ergab. 39 Prozent gaben dazu an, dass sie beim täglichen Lebensmitteleinkauf sparen müssen und nur knapp ein Drittel der Befragten gab an, dass sie bei Elektrogeräten wie Smartphone und Tablet sparen müssen.

Am Stellenmarkt ist derzeit kein Sommerloch in Sicht. “Wir verzeichnen Monat für Monat höhere Suchanfragen von Jobsuchenden. Mehr Freizeit im Sommer oder nicht sei dahingestellt, die Leute wollen arbeiten und wieder wie vor Corona konsumieren.” resümiert Karl Edlbauer, Geschäftsführer der Job-Plattform hokify. “Als Tipp an Unternehmer können wir nur betonen, jetzt aktiv nach neuen Mitarbeitern zu suchen, denn auch das Corona-Sommerloch wird vorbeigehen.”

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.