Covid-19 Emergency Call: Plattform Industrie 4.0 vernetzt Wirtschaft und Wissenschaft

10.Juni 2020

Die Plattform Industrie 4.0 Österreich vernetzt im Rahmen des von BMK und BMDW ausgerufenen Förder-Calls zur Unterstützung österreichischer Unternehmen bei der Erforschung von alternativen und innovativen, industriellen Fertigungsstrategien in medizinisch kritischen Bereichen Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Mit dem Covid-19 Emergency Call sollen gemeinsame Ideen und Kapazitäten für die Fertigung medizinisch-technischer Geräte (z.B. Beatmungsgeräte, Produktion von Schutzausrüstung sowie weiterer kritische medizinische Güter) ausgelotet und übergreifende Einreichungen forciert werden. „In Österreich haben wir viele Unternehmen mit technischem Know-how und Kapazitäten, die auch für den Medizinbereich genutzt werden könnten – selbst, wenn sie in einer anderen Branche tätig sind. Die schnelle Vernetzung dieser Unternehmen und wissenschaftlicher Institutionen schafft Chancen, um die Produktion von medizinisch kritischen Gütern in Österreich weiter auszubauen und zu sichern“, sagt Michael Wiesmüller, Abteilungsleiter Schlüsseltechnologien für industriellen Wandel im BMK.

Breites Unternehmensnetzwerk gegen Covid-19

Die Plattform Industrie 4.0 hat dafür ihre Mitgliederbasis und darüber hinaus Akteure wie Medizintechnik-Cluster mobilisiert, um gemeinsame Projekte zu identifizieren und die Bedarfslage seitens Bund, Medizin, Wissenschaft und Wirtschaft abzustimmen. „Die Herstellung eines neuen Produktes birgt oft zahlreiche Herausforderungen und ist nicht immer im Alleingang möglich. Mit dem kurzfristig organisierten Austausch zu produktspezifischen Themen haben wir als Technologieplattform und Netzwerkorganisation die Zusammenarbeit verschiedener Akteure angekurbelt, um einen Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Situation zu leisten“, hebt Plattform Industrie 4.0 Österreich-Geschäftsführer Roland Sommer hervor.

Die Bandbreite geförderter Projekte und die hohe Qualität der Einreichungen würden das Entwicklungs- und Innovationspotenzial in Österreich aufzeigen, wodurch in kurzer Zeit innovative Ansätze konkretisiert und neue Wertschöpfungsketten etabliert werden können. Durch Vernetzung, Austausch und gemeinsame Projekte würden die österreichischen Technologie-Plattformen wesentlich dazu beitrgen.

Die Initiative Industrie 4.0 hat sich seit ihrer Gründung 2015 durch das Bundesministerium für Klimawandel (BMK) gemeinsam mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden zu einem etablierten Kompetenzträger zum Thema Industrie 4.0 entwickelt. Der Verein setzt Aktivitäten, um eine dynamische Entwicklung des österreichischen Produktionssektors zu sichern, Forschung, Innovation und Qualifikation zu forcieren und zu einer qualitätsvollen Arbeitswelt sowie zu einem hohen Beschäftigungsniveau beizutragen. Das Ziel ist, die neuen technologischen Entwicklungen und Innovationen der Digitalisierung bestmöglich für Unternehmen und Beschäftigte zu nutzen und den Wandel für die Gesellschaft sozialverträglich zu gestalten.

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.