„Wirtschaftswachstum braucht Energiewende“

24.April 2020

Anlässlich des Tages der erneuerbaren Energien am 25. April appelliert Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung von Österreichs E-Wirtschaft an Politik, Wirtschaft und die österreichische Bevölkerung, den Ausbau von Strom aus Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie rasch voranzutreiben.

Das Regierungsprogramm sieht vor, dass der österreichische Stromverbrauch bis 2030 zu 100 Prozent durch erneuerbare Energie aus dem Inland gedeckt wird. Das bedeutet, dass 27 TWh Strom zusätzlich aus Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie sowie Biomasse benötigt werden. „Der Ausbau der Erneuerbaren ist das Herzstück von Österreichs Programm auf dem Weg zur Klimaneutralität. Er ist auch das größte und ambitionierteste Infrastrukturprojekt dieses Jahrhunderts und kann darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der aktuellen Wirtschaftskrise leisten“, so Leonhard Schitter, Präsident von Oesterreichs Energie. „Investitionen in die Energiewende kurbeln die Konjunktur an und bremsen die Erderhitzung – so macht sich jeder ausgegebene Euro doppelt bezahlt.“

Die Erneuerung des Energiesystems bedeutet auch, dass fossile Energieträger in den Bereichen Verkehr und Wärme durch Strom ersetzt und sichersgestellt werden müssen, damit die verschiedenen wirtschaftlichen Sektoren im Energiebereich stärker ineinandergreifen. Um die Versorgungssicherheit langfristig zu garantieren, müssten zudem die Netze und Speicher massiv ausgebaut werden.

Um die Energiewende zu realisieren, braucht Österreich laut Schitter rasch das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, geänderte rechtliche Rahmenbedingungen z.B. bei Flächenwidmungen und in der Bauordnung, ein kluges Incentivierungssystem und Verfahrensbeschleunigungen.

Energiewende ist nur gemnsam zu schaffen

„Den Tag der erneuerbaren Energien nehmen wir auch zum Anlass, um uns beim Dachverband Erneuerbare Energie Österreich für dessen unermüdlichen Einsatz zu bedanken“, so Schitter. „Der Umbau des Energiesystems ist ein Gemeinschaftsprojekt – es braucht die E-Wirtschaft, private Initiativen, die Unterstützung von Politik und Verwaltung und Rückhalt in der Bevölkerung. Die Aufgabe ist groß und wir können sie nur gemeinsam bewältigen. Aber es ist auch ein Projekt, das am Ende allen Österreicherinnen und Österreichern zu Gute kommt“, so Schitter.