Coronavirus: Wiener Börse zeigt sich zufrieden mit Startup-Paket

17.April 2020

Das gestern von der Bundesregierung präsentierte Maßnahmenpaket, das Startups bei der Bewältigung der Coronavirus-Krise unterstützen soll, ist für die Wiener Börse ein vielversprechender Schritt.

Die erfolgreiche Förderung von Jungunternehmen in Kombination mit dem vorliegenden Regierungsprogramm verspreche eine Stärkung des österreichischen Kapitalmarktes. Das sei im Hinblick auf den Wiederaufbau nach der Coronavirus-Krise essenziell. Historisch habe sich gezeigt, dass sich Länder mit starken Kapitalmärkten rascher von Krisen erholen, so die Vertreter der Wiener Börse in einer Aussendung.

Christoph Boschan, Vorstandsvorsitzender der Wiener Börse begrüßt das Vorgehen der Regierung und wiederholt seinen Leitsatz: „Wer Startup sagt, muss auch Börse sagen. Ohne starken heimischen Kapitalmarkt, können weder jüngere Unternehmen noch ganze Märkte skalieren. Über die Börse sowohl eine Exit- als auch eine breite Beteiligungsmöglichkeit zu schaffen, wird für den Wiederaufbau wichtiger sein denn je. Unternehmen werden das Eigenkapital dringend brauchen.“

Gutes Zusammenspiel auch vor Coronavirus

Wie gut das Zusammenspiel der Jungunternehmerförderung über das AWS und die schrittweise Nutzung des Kapitalmarktes funktioniert, zeige der Börsengang der Marinomed Biotech AG im Februar 2019, so Boschan. Das könne vielen Unternehmen als Blaupause dienen.

„Das Regierungsprogramm enthält bereits alle Bausteine, damit noch mehr Unternehmen mit dem Finanzierungs-Aufzug ganz nach oben fahren können und nicht im ersten Stock hängen bleiben. Die rasche regulatorische Modernisierung und eine generelle Stärkung der wirtschaftlichen Bildung in Österreich würden diesen Weg mehr Unternehmern zugänglich machen. Eine Einführung der Behaltefrist macht die Beteiligung für die Bevölkerung attraktiver“, so Boschan abschließend.

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.