Coronavirus-Krise: Österreicher sind optimistisch

09.April 2020

Knapp drei von vier Österreichern sind laut einer aktuellen Umfrage zuversichtlich, dass die Coronavirus-Krise hierzulande gut gemeistert werden wird.

Auf die Frage „Wie zuversichtlich sind Sie, dass wir in Österreich die Coronavirus-Krise gut meistern werden?“, wurde zu 19 Prozent mit „sehr zuversichtlich“ und zu 52 Prozent mit „ziemlich zuversichtlich“ beantwortet. Wenig oder gar nicht zuversichtlich zeigten sich nur zwölf Prozent der Österreicher – soweit das wichtigste Ergebnis der aktuellen Umfrage der ING in Österreich.

Ein genauerer Blick auf die Daten zeigt: Junge sind am zuversichtlichsten. Bei den 18- bis 34-Jährigen sind es 76 Prozent. Geringer ist die Anzahl der positiv Gestimmten unter den 35- bis 54-Jährigen, denn hier sind es gleich 10% weniger, also 66 Prozent. Ab 55 Jahren steigt der Anteil der Optimisten wieder stärker an: 73 Prozent blicken 74 Prozent der Männer und 68 Prozent der Frauen vertrauensvoll in die Zukunft.

Coronavirus macht sparsamer und achtsamer als bisher

Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die persönlichen Finanzen sind bereits jetzt deutlich erkennbar: 59 Prozent der Österreicher gaben an, derzeit sparsamer zu leben. 46 Prozent setzen sich vor dem Hintergrund der Krise nun mehr mit ihrer finanziellen Situation auseinander als sonst. Und leider sind es ganze 40 Prozent, die bereits jetzt negative Auswirkungen auf ihre persönlichen Finanzen bemerken.

Dem Notgroschen kommt nun deutlich mehr Bedeutung zu: 52 Prozent wollen dem künftig mehr Augenmerk schenken und 23 Prozent müssen nun bereits darauf zurückgreifen.

Barbaros Uygun, CEO der ING in Österreich: „Sicherheit und Ersparnisse waren für die Österreicher im internationalen Vergleich schon immer ganz besonders wichtig. Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Krise scheinen diese Aspekte aber nochmals eine neue Dimension zu bekommen.“

Notgroschen wird noch wichtiger

77 Prozent der Befragten gaben an, derzeit über Ersparnisse im Haushalt zu verfügen. Elf Prozent verfügen über weniger als ein Monatseinkommen. 30 Prozent über das Ein- bis Dreifache des monatlichen Einkommens.

„Grundsätzlich lautet die Faustregel: Notgroschen = das Zwei- bis Dreifache des Monatseinkommens. Die aktuelle Krise hat uns alle aber eines Besseren belehrt und wir werden uns überlegen müssen, wie wir diese Formel neu definieren. Wem es möglich ist, dem würde ich raten, das Drei- bis Fünffache anzusetzen.“, meint Barbaros Uygun.

Die repräsentative Umfrage wurde in Österreich von marketagent im Auftrag der ING in Österreich durchgeführt. Befragt wurden 1.000 Personen ab 18 Jahren. Befragungszeitraum: 31.3.2020 bis 3.4.2020.

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