Coronavirus: ÖsterreicherInnen fühlen sich im Home Office wohl

01.April 2020

Eine Mehrheit der unfreiwilligen Heimarbeiter hat die Umstellung auf Home Office mühelos gemeistert. Das ergab eine Umfrage von e-dialog unter 500 Personen in Österreich. Am meisten fehlt der persönliche Kontakt zu den Kollegen. 64 Prozent halten die Maßnahmen der Regierung für angemessen.

Die Aufforderung, wenn möglich im Home Office zu arbeiten, hat den Berufsalltag der meisten Österreicher deutlich verändert. 46 Prozent der befragten Berufstätigen arbeiten gegenwärtig überwiegend oder ganz im Home Office. 71 Prozent von ihnen sagen, dass ihr momentaner Arbeitsalltag sehr stark oder eher stark vom Gewohnten abweicht. 19 Prozent erleben geringfügige, lediglich 10 Prozent kaum Unterschiede.

Trotz der Ausnahmesituation gilt: die 500 von e-dialog befragten Heimarbeiter haben die Umstellung überwiegend gut gemeistert. Obwohl die gegenwärtige Situation als außergewöhnlich erlebt wird, sagen nahezu zwei Drittel, mit der Umstellung gar keine oder nur wenige Probleme gehabt zu haben. Nur 37 Prozent haben sich damit hingegen eher schwer oder sehr schwer getan. Entsprechend wohl fühlen sich die unfreiwilligen Heimarbeiter auch in ihrem Home Office. 24 Prozent geht es damit “ausgezeichnet”, nur 5 Prozent fühlen sich dabei “gar nicht gut”.

Befragte sehen kaum Produktivitätsverluste im Home Office

Auch die Produktivität scheint kaum zu leiden. 46 Prozent arbeiten genauso schnell wie üblich, 22 Prozent kommen sogar schneller voran. Wer aber schon die Umstellung auf Home Office als schwierig empfindet, müht sich auch beim Arbeiten von zu Hause aus: 32 Prozent meinen, dass sie im Home Office langsamer arbeiten als an ihrem gewohnten Arbeitsplatz.

Was nach Ansicht der Befragten für das Home Office spricht, ist vor allem die gewonnene Zeit. Für 32 Prozent ist der größte Vorteil am Home Office, dass die mühselige Anreise an den Arbeitsplatz entfällt, 27 Prozent schätzen am meisten, dass sie sich ihre Arbeitszeit gerade freier einteilen können als sonst.

Und wo liegen in den Augen der Befragten die Nachteile? Der fehlenden persönliche Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen ist mit großem Abstand, nämlich für 39 Prozent, der größte Nachteil. 17 Prozent klagen über zu viel Ablenkung in der eigenen Wohnung. Besonders interessant: 18 Prozent der Befragten können im Arbeiten von zu Hause aus  gar keine Nachteile erkennen.

Allgemeine Stimmung ist tendenziell gut

Und wie ist es, ganz unabhängig von der Arbeit, um die allgemeine Stimmung der Befragten bestellt? 47 Prozent haben trotz allem tendenziell gute Laune, ein Drittel positioniert sich neutral, 19 Prozent sind in einer eher schlechten Stimmung. Dementsprechend tragen die Heimarbeiter auch die Maßnahmen der Regierung mit. 64 Prozent halten diese für genau richtig, 14 Prozent sehen sie als nicht ausreichend an, 8 Prozent finden, dass die Maßnahmen übers Ziel hinausschießen. Der Rest kann dazu keine Einschätzung abgeben.

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.