Kontrollbank: Zwei Milliarden Euro-Kreditrahmen für Exporteure

17.März 2020

Angesichts der aktuellen COVID-19-Pandemie und der herausfordernden Situation für heimische Unternehmen stellt die Österreichische Kontrollbank AG (OeKB) im Auftrag des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) österreichischen Exporteuren ein Unterstützungspaket zur Verfügung.

Ab sofort können Exportunternehmen einen Kreditrahmen in Höhe von zehn Prozent (Großunternehmen) beziehungsweise 15 Prozent (KMU) ihres Exportumsatzes bei der Österreichischen Kontrollbank beantragen. Dieses Angebot ist unabhängig davon, ob das jeweilige Unternehmen bisher schon Kunde bei der OeKB ist und ob ein etwaiger bestehender Kreditrahmen bereits ausgeschöpft ist.

„Die OeKB ist seit ihrer Gründung eine verlässliche Partnerin der heimischen Exporteure. Besonders in herausfordernden Zeiten gilt es zu fokussieren und rasch und unbürokratisch der heimischen Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Österreich ist eine Exportnation. Es geht daher um die Standort- und Arbeitsplatzsicherung in unserem Land. Nun gemeinsam mit dem Finanzministerium Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zu leisten ist Teil unseres Selbstverständnisses“, so Helmut Bernkopf, im Vorstand der OeKB für den Bereich Export Services zuständig.

Kooperation zwischen Kontrollbank und BMF

„Gerade in diesen Zeiten dürfen wir die Menschen nicht im Stich lassen, sondern müssen alles tun, um die heimische Wirtschaft und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu sichern. Jedes zweite Unternehmen in Österreich ist ein Exportunternehmen und damit besonders durch die Auswirkungen der aktuellen COVID-19-Pandemie betroffen, so Finanzminister Gernot Blümel und ergänzt: „Im Auftrag des BMF stellt die OeKB einen Kreditrahmen von insgesamt zwei Milliarden Euro zur Verfügung, womit wir diesen Unternehmen direkt und schnell helfen können. In diesem ersten Schritt mildern wir die negativen Auswirkungen und erhalten die Liquidität unserer exportierenden Unternehmen aufrecht.“

Insgesamt umfasst der ab sofort zur Verfügung stehende Kreditrahmen zwei Milliarden Euro. Die revolvierenden Kredite sollen in erster Linie der Standortsicherung und Fortführung des Betriebs der Exporteure dienen. Die Finanzierungen sind vorerst auf zwei Jahre befristet mit der Möglichkeit, diese danach zu verlängern.

Voraussetzung diese Variante des Betriebsmittelkredits nutzen zu können ist neben einer bestehenden Exporttätigkeit der Nachweis, dass das Unternehmen bis zum Start der COVID-19-Auswirkungen in Österreich wirtschaftlich gesund war. Der Bund ist bereit, Haftungen für 50 bis 70 Prozent dieser Kredite zu übernehmen.