Tourismus: Bargeldloser Zahlungsverkehr wird immer wichtiger

24.Januar 2020

Mobile Payment, also bargeldloser Zahlungsverkehr, wird für Österreichs Tourismuswirtschaft zunehmend wichtig, berichten Experten von Österreich Werbung (ÖW) vor Journalisten. China gilt hier als Vorreiter. Die Digitalisierung will man außerdem nutzen, um nachhaltigen Tourismus zu fördern.

In immer mehr Ländern wird bargeldloser Zahlungsverkehr zur Normalität. Die skandinavischen Länder und vor allem China kommen bereits nahezu ohne Bargeld aus, während in Österreich, Deutschland und der Schweiz weiterhin nur Bares als Wahres gilt. Zukünftig soll die Technologie auch in Österreich weitere Verbreitung finden und so zu Österreichs Attraktivität als Tourismusstandort beitragen.

Bezahlen mit Smartphone und „Wearables“

Bei der Digitalisierung gehe es vor allem darum, „die Möglichkeiten, die wir Menschen haben, zu erweitern“, erklärt Reinhard Lanner, Digitalisierungschef der Österreich Werbung. Nicht nur die Bezahlung via Smartphone oder Smartwatch sei hier ein Thema: Zukünftig werde man auch über eingearbeitete Chips mit Schmuck, Skistöcken oder Kleidungsstücken, sogenannten „Wearables“, bezahlen können, so Lanner.

Chinesen geben  die Richtung vor

Anschaulich zeigt sich der bargeldlose Zahlungsverkehr am Beispiel China. „Was die Chinesen können: sie sind wahnsinnig schnell“, sagt Emanuel Lehner-Telic, Manager der Region Asien, bei der Österreich Werbung. In China werde fast alles mobil bezahlt, in vielen Restaurants und Geschäften gebe es gar kein Wechselgeld mehr. Dabei sei der Zahlungsverkehr wahnsinnig schnell und von großer Einfachheit geprägt, wirklich jeder könne mit der Technologie umgehen. Unumstrittene Marktführer in China seien Alibaba und WeChat, beide Unternehmen bieten Ihre Dienste inzwischen auch in Österreich an.

Datenschutz in China kein Hindernis

In Österreich sprechen unter anderem Bedenken zum Datenschutz gegen die flächendeckende Einführung von Mobile Payment. In China gebe es diesbezüglich wenig Widerstand, so Lehner-Telic.

Digitalisierung für mehr Nachhaltigkeit

Neben dem Ausbau des mobilen Zahlungsverkehrs will die Österreich Werbung die Digitalisierung auch als Werkzeug nutzen, um in Österreich einen nachhaltigen Tourismus zu schaffen, „der mit der Region zusammenarbeitet und nicht von der Region lebt“, so Geschäftsführerin Petra Stolba. Außerdem wolle man zukünftig die unterschiedlichen Leistungen, die ein Urlaub beinhaltet (Anreise, Unterbringung, Gastronomie, Aktivitäten etc.), in einer Anlaufstelle zusammenführen und so ein „ganzheitliches Erlebnis“ für Touristen schaffen, so Stolba. (APA)