Verbot von Plastiksackerln in Österreich nun in Kraft

10.Januar 2020

Der Verkauf von Einweg-Plastiksackerln ist seit dem Neujahrstag in Österreich verboten. Gebrandete Restbestände dürfen bis Ende 2020 noch ausgegeben werden, informiert das Umweltministerium. 

Ausgenommen vom Verbot sind Sackerl, die biologisch vollständig abbaubar sind und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Ebenfalls weiter im Handel bleiben ultradünne Knotenbeutel, die vor allem in Obst- und Gemüse-Abteilungen anzutreffen sind. Diese müssen allerdings aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden und grundsätzlich für eine Eigenkompostierung geeignet sein. Restbestände dürfen bis Ende 2020 ausgegeben werden.

Müllsäcke und Gefrierbeutel weiter verfügbar

Ebenfalls sind Müllsäcke, Hundesackerl und Gefrierbeutel weiterhin erhältlich. Und das Verbot betrifft auch keine Mehrwegtaschen aus Kunststoffgewebe mit vernähten Verbindungen oder mit vernähten Tragegriffen oder Tragegriffen, die eine entsprechende Stabilität aufweisen und für den mehrmaligen Gebrauch konzipiert sind.

Keine fachgerechte Entsorgung

In Österreich werden jährlich 5.000 bis 7.000 Tonnen an Kunststofftragetaschen ausgegeben. Oft werden diese nur einmal benutzt und nicht fachgerecht entsorgt – so komme es zu einer enormen Belastung für die Umwelt. (APA)