Steuern: Das sind die Neuerungen für 2020

09.Januar 2020

Mit dem Jahreswechsel kommen zahlreiche steuerliche Änderungen auf Unternehmer und Unternehmerinnen zu. LBG Österreich hat die Neuerungen zusammengetragen.

Teile der geplanten Steuerreform der alten türkis-blauen Regierung traten mit Jahreswechsel in Kraft.

Einkommensteuer

  • Niedrige Einkommen werden bei der Veranlagung für das Jahr 2020 durch eine Erhöhung des Verkehrsabsetzbetrages bzw. Pensionistenabsetzbetrages entlastet.
  • Kleinunternehmer (Umsatz bis € 35.000) mit bestimmten Einkünften können bezogen auf die Einkommensteuer eine neue Pauschalierung in Anspruch nehmen.
  • Die Grenze für die Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern wurde von € 400 auf € 800 angehoben. Bei betrieblichen Einkünften gilt dies für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2019 beginnen.
  • Die Pflichtveranlagungstatbestände bei beschränkt Steuerpflichtigen wurden erweitert.

Umsatzsteuer

  • In der Umsatzsteuer wurden das Reihengeschäft, die Zuordnung der bewegten Lieferung und das grenzüberschreitende Konsignationslager einheitlich normiert.
  • Elektronische Publikationen unterliegen nun einem Steuersatz von 10 Prozent, statt bisher 20 Prozent.
  • Bei innergemeinschaftlichen Lieferungen ist seit Jahresbeginn die Mitteilung der UID vom Kunden an deren Lieferanten und die Abgabe der Zusammenfassenden Meldung (ZM) durch den Lieferanten eine materiell-rechtliche Voraussetzung für die Steuerbefreiung.
  • Die Umsatzgrenze für die Steuerbefreiung von Kleinunternehmern in der Umsatzsteuer wurde von € 30.000 auf € 35.000 angehoben. Online-Plattformen müssen bei bestimmten Umsätzen Informationen für die Abgabenerhebung aufzeichnen und elektronisch übermitteln. Große Konzerne haben 5 Prozent ihrer digitalen Werbeumsätze in Österreich als Digitalsteuer abzuführen.

Lohnverrechnung – Mitarbeiterkosten

  • Die Auflösungsabgabe für den Dienstgeber entfällt, und zwar, wenn das Ende der Beschäftigung eines Mitarbeiters, ausgelöst durch z. B. eine Arbeitgeberkündigung oder einvernehmliche Auflösung, nach dem 31.12.2019 liegt.
  • Der Nachtschwerarbeitsbeitrag wird auf 3,8 Prozent erhöht.
  • Der Zuschlag gemäß des Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetzes (IESG) wird auf 0,20 Prozent reduziert (bisher 0,35 Prozent).
  • Die neuen Sachbezugswerte für Dienstwohnungen sind zu beachten,
  • der Zinssatz für unverzinsliche Arbeitgeberdarlehen bleibt mit 0,5 Prozent gleich wie im Vorjahr.
  • Sonstige Bezüge, die mit den festen Steuersätzen behandelt werden können, sind nun mit dem Jahressechstel fix begrenzt (verpflichtende Aufrollung).
  • Ab Jahresbeginn besteht auch Lohnsteuerabzugspflicht für ausländische Dienstgeber ohne Betriebsstätte in Österreich, wenn unbeschränkt steuer-pflichtige Arbeitnehmer beschäftigt werden.

 

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