China: Wie die Afrikanische Schweinepest der Volkswirtschaft zu schaffen macht

13.Dezember 2019

In China explodierten im November die Nahrungsmittelpreise im Gefolge der Afrikanischen Schweinepest um 19 Prozent. Die nationale Inflationsrate schnellt nach oben. Österreichische Schweinemäster und – züchter profitieren – bis jetzt. 

Die Schweinepest treibt die Inflation in China in die Höhe. Die Verbraucherpreise stiegen im November um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt in Peking berichtete. Allein die Nahrungsmittelpreise kletterten um 19,1 Prozent – angetrieben durch den drastischen Anstieg der Schweinefleischpreise um 110,2 Prozent.

Ein Jahr der Vernichtung

Seit mehr als einem Jahr grassiert die Schweinepest in China, dem weltweit größten Produzenten und Verbraucher von Schweinefleisch. Das Virus ist für die Tiere schnell tödlich, wenn auch für den Menschen ungefährlich. Die Hälfte des chinesischen Schweinebestandes von schätzungsweise mehr als 300 Millionen Tieren vor einem Jahr ist der Krankheit bereits zum Opfer gefallen.

Fleischexporte nach China nehmen dramatisch zu

Die hohe Nachfrage aus China, das auf dem Weltmarkt zunehmend Schweinefleisch aufkauft, treibt in Deutschland die Schlachtpreise für die Bauern in die Höhe – damit aber auch die Fleischpreise. Verbraucher in Deutschland müssen deswegen schon seit Wochen für Schnitzel, Wurst und Braten vom Schwein tiefer in die Tasche greifen.

Hochpreistrend hält an

Österreichische Schweinemäster und -züchter gehen davon aus, dass die starke Nachfrage aus Asien und die Hochpreissituation am heimischen Schweinefleischmarkt auch in den kommenden zwei Jahren bestehen bleiben. Solange werde es mindestens dauern, dass nach Erlöschen der ASP sich der asiatische Schweinebestand erholt hat. Voraussetzung bleibt, dass die heimischen Zuchtbetriebe von der Schweinepest verschont bleiben (APA/ruh).