Küchenmöbel: Exportmarkt Deutschland boomt

04.Dezember 2019

Im Jahr 2019 war in Deutschland die Nachfrage nach Küchenmöbeln so hoch wie schon lange nicht. Die Preise stehen allerdings weiterhin unter Druck, zeigt eine Marktstudie von Branchenradar.com Marktanalyse. Österreichische Anbieter treffen auf rege Nachfrage.

Der  deutsche Markt für Küchenmöbel wuchs 2019 stark. Bei leicht sinkenden Durchschnittspreisen erhöhen sich die Herstellererlöse (ohne Elektrogeräte) voraussichtlich um 3,3 Prozent gegenüber Vorjahr auf 2,73 Milliarden Euro. Für das Marktwachstum verantwortlich ist sowohl die steigende Anzahl an Wohnungserstbezügen als auch eine verstärkte Nachfrage aus dem Wohnungsbestand (Küchentausch).

Mehr Nachfrage als erwartet

Die Anzahl der verkauften Küchen steigt im Jahr 2019 noch um einen Tick rascher, heißt es in der Marktstudie. Branchenradar.com geht von einem Anstieg von plus 4,3 Prozent gegenüber Vorjahr auf 1,35 Millionen Küchen aus. Dabei reduziert sich die Anzahl an Schränken pro Küche leicht auf durchschnittliche 9,4 Stück. Der Rückgang hängt ursächlich mit dem speziell in neuerrichteten Geschoßwohnungen beschränkten Platzangebot zusammen. Von der Ausweitung der Nachfrage profitieren alle Dekormaterialien, mit Ausnahme von Folien. Den stärksten Zuwachs verzeichnen nach wie vor Lack und Kunststoff.

Wachstum für die nächsten beiden Jahre

Auch in den beiden kommenden Jahren kann die Küchenmöbelindustrie in Deutschland mit einem signifikanten Wachstum der Nachfrage rechnen. Für 2020 wird ein Erlösplus von knapp drei Prozent gegenüber Vorjahr prognostiziert. Wenig Spielraum sieht Branchenradar.com Marktanalyse indessen bei den Preisen. Als Folge des engagiert geführten Wettbewerbs reicht es bestenfalls für eine Seitwärtsbewegung.

 

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