Elektronische Zustellung: Was Unternehmen bis Jahreswechsel machen müssen

04.Dezember 2019

Spätestens mit 1.1.2020 müssen heimische Unternehmen an der elektronischen Zustellung teilnehmen. Der Schriftverkehr mit Behörden erfolgt ab Jahreswechsel nur mehr elektronisch über „MeinPostkorb“ auf dem Unternehmensserviceportal usp.gv.at. LBG Österreich hat alle Änderungen in Zusammenhang mit der elektronischen Zustellung zusammengetragen. 

Ausgenommen sind nur jene Unternehmen, die wegen Unterschreitens der Umsatzgrenze nicht zur Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen verpflichtet sind bzw. Unternehmen, denen die E-Zustellung aufgrund fehlender technischer Voraussetzungen (Fehlen eines Internet-Anschlusses) nicht zumutbar ist.

Teilnehmerverzeichnis

Per 1.12.2019 werden Kunden der elektronischen Zustelldienste automationsunterstützt in das Teilnehmerverzeichnis aufgenommen und gelten als angemeldete Teilnehmer. Vor dem 1.12.2019 bestehende Benutzeroberflächen der Zustelldienste werden mit diesem Datum deaktiviert. Unternehmen, die automatisch von FinanzOnline und den ERV in das Teilnehmerverzeichnis übernommen wurden, erhielten ein Schreiben, das sie über die Registrierung am Teilnehmerverzeichnis informierte (Schreiben in der Databox von FinanzOnline bzw. den ERV).

Handlungsbedarf für Unternehmen: Postbevollmächtigter

Unternehmen, die bereits automatisch in das Teilnehmerverzeichnis übernommen wurden, empfiehlt LBG die Daten in „MeinPostkorb“ im USP auf Richtigkeit und Aktualität zu überprüfen. Oft ist dabei auch die Aktivierung einer Email-Adresse als „Postbevollmächtigter“ notwendig, die einzugeben ist und nach einen Retourmail aktiviert werden muss. Über die Email-Adresse ist der Bevollmächtigte berechtigt, elektronisch zugestellte Behördenpost abzuholen. Die Rolle des Postbevollmächtigten kann auch für mehrere Personen durch Eingabe weiterer Adressen vergeben werden, die dann alle berechtigt sind, elektronisch zugestellte Behördenpost abzuholen.

Handlungsbedarf für Unternehmen: Check der Registrierung

Unternehmen, die noch nicht im Teilnehmerverzeichnis eingetragen sind, haben bis 1.1.2020 Zeit, sich zu registrieren. Ab 1.12.2019 kann diese Registrierung nur noch direkt im Unternehmensservice (USP) vorgenommen werden (Handysignatur bzw. Bürgerkarte notwendig!). Am besten ist es, den eigenen Status auf USP.gv.at zu überprüfen.

Nicht-Teilnahme aufgrund Unterschreitens der Umsatzgrenze

Unternehmen, die wegen der Unterschreitung der USt-Grenzen an der elektronischen Zustellung nicht teilnehmen müssen bzw. freiwillig möchten, melden sich nicht für die E-Zustellung an. Sind Sie bereits registriert, dann erfolgt der Widerspruch durch die Löschung des Zustellprofils im Teilnehmerverzeichnis über das elektronische Postfach „MeinPostkorb“ im Unternehmensserviceportal.

 

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