OÖ: So kommen Bauernhöfe billiger zu einem Breitbandanschluss

20.September 2019

In Oberösterreich erhalten landwirtschaftliche Betriebe Förderungen für einen Breitbandanschluss, um besser Zugang zu digitalen Vermarktungsmöglichkeiten zu erhalten.

Angesprochen werden Bewirtschafter von landwirtschaftlichen Betrieben mit Betriebssitz in Oberösterreich, die im INVEKOS mit selbstbewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen erfasst sind.

Was wird gefördert?

Gefördert werden die einmaligen Kosten für die Errichtung und Herstellung von ultraschnellen Breitband Glasfaser-Internet-Anschlüssen ausschließlich auf Glasfaserbasis (Fiber To The Home (FTTH)). Ausgangspunkt dieser Errichtung und Herstellung ist der nächstgelegene Point of Presence (POP) des FTTH-Zugangs-Providers (Leitungsprovider oder Internetprovider), Endpunkt ist bis zur Endkundenübergabeschnittstelle (auf Basis Ethernet).

Wie wird gefördert?

Die Förderung der Kosten für die Errichtung und Herstellung von Breitband-Glasfaser-Internet-Anschlüssen beträgt max. 50 Prozent der Errichtungs- und Herstellungskosten. Die maximale Förderhöhe beträgt 2.000 Euro pro Standort des Förderwerbers.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Die Förderaktion gilt bis 31.12.2020.
  • Der Anschluss muss mittels Glasfaser (FTTH) realisiert werden und technisch einen Ausbau der Anschlussbandbreite auf mindestens 1 Gbit/s symmetrisch dediziert für den Förderwerber (kein Sharing mit anderen Kunden, keine Überbuchung des Anschlusses) ohne zusätzliche Leistungsbauarbeiten ermöglichen.
  • Der hergestellte Internetzugang muss für den Förderwerber zum Abnahmezeitpunkt eine realisierte Mindestbandbreite von 30 Mbit/s im Download und 10 Mbit/s im Upload symmetrisch ohne Überbuchung bis zum POP des Zugangsproviders aufweisen.
  • Der hergestellte Internetzugang muss ohne technische Änderungen und Endkundenseite jederzeit auf eine Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s symmetrisch hochrüstbar sein (nur durch Umprovisionierung auf Providerseite).
  • Der hergestellte Internetzugang muss ohne technische Änderungen auf der Leitungsseite auf eine Bandbreite von 1000 Mbit/s symmetrisch hochrüstbar sein.
  • Die Übergabeschnittstelle zum Endkunden muss als normierte Ethernet-Schnittstelle nach IEEE802.3 Standard mit mindestens 100 Mbit/s full-duplex realisiert sein.
  • Die Mindestvertragslaufzeit für den hergestellten Anschluss muss ab Abnahme mindestens 24 Monate betragen.
  • Die Kosten für die Errichtung und Herstellung des Anschlusses müssen mindestens 500 Euro betragen.
  • Nicht förderbar sind laufende monatliche Kosten für den Unterhalt, Betrieb bzw. Nutzung des FTTH-Zugangs (monatliche Internetproviderkosten, Stromkosten, Wartungskosten für Router/Leitung) oder nachträglich anfallende Kosten zur Erhöhung der Anschlussbandbreite (Upgrades).

Antragstellung

Der Antrag ist mit dem entsprechenden Formular beim Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Land- und Forstwirtschaft, zu stellen.

 

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