Tourismusindustrie: Warum 2020 die Reise- und Hotelpreise steigen werden

19.September 2019

Die Hotelpreise sollen weltweit im kommenden Jahr um ein bis drei Prozent zulegen, heißt es im „2020 Industry Forecast“ des Geschäftsreisen-Anbieters BCD Travel. Auch Fliegen werde global um ein bis zwei Prozent teurer, jedoch vor allem wegen höherer Treibstoff- und Personalkosten.

Unter anderem dürften die Hotelpreise in Asien stärker zulegen, BCD geht von einer Steigerung von zwei bis vier Prozent aus. „Hotels werden weiterhin die Anzahl der Unterkünfte in Asien ausbauen, die Nachfrage wird jedoch auch weiterhin das Angebot übertreffen“, heißt es in der Aussendung vom Dienstag. Quartiergeber in Japan dürften dabei vor allem von den Olympischen Sommerspielen 2020 profitieren.

Internationale Unterschiede

BCD Travel trifft Prognosen nach einzelnen Regionen:

  • Die Hotelpreise werden in den USA und Kanada um zwei bis vier Prozent, in Mexiko um null bis zwei Prozent steigen.
  • Hotels werden weiterhin die Anzahl der Unterkünfte in Asien ausbauen, die Nachfrage wird jedoch auch weiterhin das Angebot übertreffen, so dass die Preise um zwei bis vier Prozent steigen.
  • Aufgrund der starken Nachfrage in Europa werden die Kosten für Meetings um drei bis vier Prozent steigen.
  • Auch in Sydney und Auckland, Neuseeland werden die Meeting-Kosten stark steigen.
  • Die regionalen Flugpreise in Lateinamerika steigen um drei Prozent, sobald sich die Nachfrage erholt.
  • Die Flugpreise werden auf Strecken in Afrika um ein bis zwei Prozent steigen, wobei die Preise für Flüge zwischen den am rasantesten wachsenden Volkswirtschaften des Kontinents stärker steigen werden.
  • Ubers Pläne, Careem zu übernehmen, könnte Uber zu einem dominanten Mitfahrservice-Dienstleister im Nahen Osten machen.

Flugtickets: Nachfrage egalisiert höhere Treibstoffkosten

Bei den Preisen für Flugtickets rechnet BCD weltweit mit einer leichten Erhöhung um ein bis zwei Prozent. „Die langsamere weltwirtschaftliche Expansion hat zu einem schwächeren Wachstum der Nachfrage nach Flugreisen im Jahresvergleich geführt. Nichtsdestotrotz wird die Nachfrage so stark sein, dass die Fluggesellschaften die Preise in den meisten Märkten anheben können, um höhere Treibstoff- und Personalkosten auszugleichen,“ so BCD. Höhere Flugkapazitäten könnten die Preissteigerungen aber etwas bremsen.

Business-Class wird teurer

Am stärksten dürften die Kosten weltweit für regionale Flüge in der Business-Class steigen (plus zwei Prozent). In der Economy-Class wird dagegen ein Plus von ein Prozent prognostiziert, ebenso für interkontinentale Flüge in Economy- und Business-Class. Nach Regionen gegliedert rechnet BCD in Asien (plus drei Prozent in Business-Class, plus zwei Prozent Economy) und Lateinamerika (plus drei Prozent in Business- und Economy-Class) mit den stärksten Preissteigerungen. (APA)

 

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