Neues Wohnen: Die wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte Österreichs

12.September 2019

Reine Handelsprojekte wie Einkaufszentren haben ausgedient. Heute werden in der Stadtplanung zunehmend gemischte Projekte mit einem Nutzungsmix von Büros, Wohnen, Hotel, Gastronomie und Nahversorgung  favorisiert. RegioData hat die aktuell Top 100 Stadtentwicklungs- und Immobilienprojekte Österreichs analysiert.

Die RegioData-Zusammenstellung bietet eine Übersicht über die aktuell wichtigsten Projekte verschiedener Nutzungstypen inklusive deren genaue Standorte, m²-Nutzflächen, Wohneinheiten, die zu erwartende Anzahl an Bewohnern und Kontaktdaten der Bauträger bzw. Entwickler/Eigentümer.

Mehrfachnutzung immer wichtiger

Der aktuell große Trend geht dabei eindeutig zu multifunktionalen Projekten und Wohnbau. Während sich Büroobjekte auf „Normalniveau“ bewegen, scheinen reine Handelsprojekte derzeit völlig out zu sein. Handelsflächen spielen nur mehr in multifunktionalen Projekten mit Wohnungen oder Büros eine untergeordnete Rolle (Erdgeschoßzonen). Beinahe 75 Prozent der Bauprojekte werden in Wien umgesetzt. Die Mehrheit der Projekte, nämlich 43 Prozent, wird zu Wohnzwecken errichtet. Im Schnitt verfügen die Bauprojekte über 50.500 m² Nutzfläche und bieten Platz für 1.688 Bewohner und 830 Wohneinheiten.

Übersicht Seestadt Aspern @Wien 3420 aspern Development AG

Leuchtturm Aspern

Das größte Wohn-Bauprojekt, die „Seestadt Aspern“ im 22. Wiener Gemeindebezirk, wird stolze 872.400m² groß, soll 7.500 Wohneinheiten besitzen und Platz für 20.000 Bewohner bieten. Die erste Entwicklungsetappe bis 2020 umfasst bereits 800.000 m² und schon 2018 war ein Drittel aller geplanten Wohnungen besiedelt. Das Projekt „Nordbahnhof“ – der neu entstehende Stadtteil mit Bildungscampus auf dem Gelände des ehemaligen Nordbahnhofes – zählt zu den zweitgrößten Stadtentwicklungsprojekten Österreichs. Die Hälfte des Gebietes ist bereits besiedelt. Für Bewohner gibt es verschiedene Formen – von Eigentum, über Smart-Wohnen, Studentenwohnen bis stark geförderter Wohnbau. Dieses Gebiet ist ebenso für 20.000 Bewohner gedacht. Von einer vergleichbaren Größe (734.000 m²) ist das Stadtentwicklungsprojekt „Sonnwendviertel“, das zur Entwicklung des Wiener Bezirks Favoriten beiträgt.

Mix aus Nutzungsmöglichkeiten

Spannend ist die Entwicklung der Objekte für gemischte Nutzungen. Vorn dabei ist das „Vienna TwentyTwo“ (ehem. Forum Donaustadt), das auf 81.150 m² einen bunten Nutzungsmix von Büros, Wohnen, Hotel, Gastronomie und Nahversorgung umfasst. 15Prozent der Stadtentwicklungsprojekte sind Nutzungsmischungen.

Aktivitäten in den Bundesländern

Aber nicht nur in die Hauptstadt wird verdichtet und aufgeputzt: „Graz-Reininghaus“ mit 427.000 m² zählt ebenfalls zu den größten multifunktionalen Projekten in Österreich. Das Projekt konzentriert sich auf die Bereiche Büro, Hotel, Bildung. In den Erdgeschoßzonen sind Nahversorgungsangebote, soziale Infrastruktur und Dienstleistungen geplant. Direkt am Bahnhof Amstetten entsteht auf rund 90.000 m² ein neues Quartier mit Fokus auf Wohnen, Arbeiten und Gesundheit. Und mit der „Rauchmühle“ in Salzburg entstehen auf sieben neuen Gebäudeteilen Eigentums- und Mietwohnungen, Büros, Dienstleister und diverse kreative Angebote. Bei den entstehenden Büroflächen der „silo liesing offices“ wird großer Wert auf nachhaltige Bauweise und Energiegewinnung gelegt, indem z.B. Photovoltaik und Geothermie genutzt werden. Neben den bereits genannten Nutzungstypen, sind auch viele gewerbliche Objekte, Hotels, Büros und Bildungseinrichtungen Gegenstand der geplanten und bereits in Umsetzung befindlichen Maßnahmen.

 

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