Neues Service für Wiens Nachtbetriebe geplant

29.Juli 2019

Um Eventveranstaltern, Disco- und Clubbetreibern oder Kulturschaffenden den Marsch durch den Bürokratiedschungel zu erleichtern, will die Wiener Wirtschaftskammer mit Partnern eine neue Servicestelle einrichten. Ab 2020 soll der „One-Stop-Shop“ für Wiens Nachtbetriebe zur Verfügung stehen

Die Nachtbetriebe spielen für den Standort Wien inzwischen eine wichtige Rolle, verwies WKW-Vizepräsident Hans Arsenovic in einer Pressekonferenz auf eine von der Kammer beauftragte Studie der KMU Forschung Austria, die erstmals entsprechende Kennzahlen aufzeigt. Die Studie bringt wissenschaftliche Kenntnisse der Branche, zu der 4.300 Unternehmen mit rund 24.000 Beschäftigten zählen. Der Jahresumsatz der Betriebe beträgt eine Milliarde Euro und die Bruttowertschöpfung liegt bei 440 Millionen Euro.

Gleiche Anzahl bei mehr Umsatz und Mitarbeitern

Laut Arsenovic ist die Zahl der Betriebe in den vergangenen zehn Jahren in etwa gleich geblieben, Umsatz und Mitarbeiter seien allerdings um ein Drittel gewachsen. Luft nach oben gebe es vor allem noch abseits des Zentrums bzw. der „West-Ost-Achse“ – beispielsweise in Transdanubien (also den Bezirken jenseits der Donau).

Verbindungen zu allen Magistratsabteilungen

Um Unternehmern und Veranstaltern unter die Arme zu greifen, soll Wien bald eine eigene Anlaufstelle bekommen. Diese soll etwa Kontakte zu allen betroffenen Magistratsabteilungen herstellen, über Fördermöglichkeiten informieren, beim Ausfüllen der Formulare oder bei Anträgen etwa für nötige Straßensperren helfen. Auch Unterstützung beim Thema Anrainerkonflikte soll es geben. Vorgesehen ist, dass neben der Kammer das Service auch von der Stadt, der Wirtschaftsagentur und dem Wien-Tourismus finanziert wird.

Mehr Pep für Wien

Apropos Tourismus: Markus Grießler, zuständiger Obmann in der Kammer, betonte die Bedeutung des Nachtlebens für den Fremdenverkehr im Allgemeinen. In Wien gelte es da noch einiges aufzuholen. „Auf der Suche nach Bars und Clubs fallen immer noch eher Namen wie London oder Berlin und nicht unbedingt Wien“, bedauerte er. (APA)

 

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