Tirol: Verstoß gegen Airbnb-Meldepflicht kann teuer werden

03.Juni 2019

Der eine Unterkunft, auch über Online-Vermittlungsplattformen wie Airbnb, vermietet, muss das in Tirol künftig melden. Bei einem Verstoß gegen diese Meldepflicht drohen Geldstrafen bis zu 5.000 Euro, bestätigte das Land Tirol. Diese Regelung sei in der Novelle des Aufenthaltsabgabengesetzes verankert.

Der entsprechende Gesetzesentwurf wurde von der schwarz-grünen Landesregierung beschlossen. „Online-Marktplätze für Vermietungen wie etwa Airbnb entziehen dem Wohnungsmarkt zunehmend privaten Wohnraum“, sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Dieses Phänomen habe sich nicht nur in anderen europäischen Hauptstädten aufgetan, „sondern hat sich auch in Tirol in den letzten zehn Jahren zunehmend verschärft“, betonte Platter.

Meldepflicht für alle Unterkünfte

Mit der Gesetzesnovelle will das Land künftig alle Unterkünfte in Tirol erfassen. „Es ist nämlich nicht einzusehen, warum heimische Hotelbetriebe Abgabepflichten zu leisten haben, gewisse private Vermieter von Online-Angeboten hingegen nicht“, meinte der Landeshauptmann und Tourismusreferent. Mit dem Gesetz wolle man Chancengleichheit schaffen. Jeder Unterkunftgeber müsse sich demnach beim jeweiligen Tourismusverband registrieren lassen.

Bezirksverwaltung straft

Wer das nicht tut, begehe eine Verwaltungsübertretung, die von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro bestraft wird, hieß es zu den Konsequenzen. Der Gesetzesentwurf wird nun dem Tiroler Landtag vorgelegt.

Bundesweite Meldepflicht war geplant

Noch im April hatte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) angekündigt, eine bundesweite Meldepflicht für Airbnb und eine Registrierungspflicht für Vermieter einführen zu wollen. Laut Köstinger wollte man eine geplante EU-Richtlinie, wonach Buchungsplattformen alle Buchungen und Umsätze den Behörden bekannt geben müssen, bereits 2020 umsetzen. (APA)