EIB und Erste Bank fördern bezahlbaren Wohnraum in Österreich

22.Mai 2019

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und Erste Bank stellen insgesamt 200 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau bereit. Die Finanzierung sieht erstmals für den Mietwohnbau fixe Zinssätze mit Laufzeiten bis zu 28 Jahren vor.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG  Finanzierungsmittel in Höhe von 100 Millionen Euro zur Verfügung. Damit soll der Bau von bezahlbarem Wohnraum in Österreich unterstützt werden. Die Erste Bank wird die von der EU-Bank bereitgestellten Mittel mit 100 Millionen Euro ergänzen, sodass in den kommenden drei Jahren insgesamt 200 Millionen Euro über die Erste Bank in den sozialen Wohungsbau fließen.

Fixzinssatz auf 28 Jahre

Kern der Vereinbarung ist, dass die Investitionsmittel mit Fixzinssätzen von bis zu 28 Jahren Laufzeit vergeben werden können. Damit ist es erstmalig in Österreich möglich, das aktuelle, historisch niedrige Zinsniveau für den Neubau von Mietwohnungen durch die EIB-Refinanzierung auf fast drei Jahrzehnte abzusichern. Davon profitieren die Mieter in geförderten und von Gemeinnützigen Bauvereinigungen errichteten Wohnanlagen in ganz Österreich, deren Errichter langfristig zinsgünstige Darlehen erhalten. Die Darlehen stehen in den kommenden drei Jahren zur Verfügung.

Fokus auf teure Städte

Die Gelder sollen in Städten zum Einsatz kommen, wo die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen besonders hoch ist. Eine erste Tranche der EIB über 50 Millionen Euro wurde bereits im März 2019 unterzeichnet, die zweite Tranche über ebenfalls 50 Millionen Euro wurde an diesem Montag in Wien gezeichnet.