Zukunft Auto: Warum Vernetzung wichtiger ist als die Frage des Antriebs

16.Mai 2019

Vernetzung und Digitalisierung krempeln die Automobilindustrie um. Die Frage der alternativen Antriebe wie Batterie oder Brennstoffzelle sei weniger drängend, meint eine Studie von KPMG. Im Autovertrieb bleibe dafür kein Stein auf dem anderen. 

Der Player, dem die Verschmelzung von Auto und Netz gelingt, wird sich Wettbewerbsvorteile sichern können. Darin sind sich laut KPMG Branchenexperten einig. Die Autoindustrie fühlt sich zunehmend fremdbestimmt. Die Autohersteller treiben nicht mehr die technologische Entwicklung, sondern erfüllen nur noch Vorgaben von Behörden und Politik. So entwickelt sich auch die bevorzugte Antriebstechnik regional unterschiedlich, je nach Rohstoffverfügbarkeit. Die eine globale Lösung sehen die Experten nicht.

Weltweite Umfrage

Das zeigt die 20. Ausgabe der Global Automotive Executive Survey von KPMG. Weltweit wurden fast 1.000 Entscheider der Automobil- und Technologiebranche sowie mehr als 2.000 Konsumenten befragt, um ein umfassendes Bild des Automarktes der Zukunft zu erhalten.

Die Ergebnisse der Studie

  • Vernetzung und Digitalisierung sind die Toptrends der Automobilbranche.
  • Batterie und Brennstoffzelle sind die Antriebe der Zukunft.
  • Vehicle2Grid – Hersteller, die ihre Fahrzeuge ins Netz integrieren, sichern sich Marktvorteile.
  • Aufsichtsbehörden und Industriepolitik bestimmen die Agenda der Hersteller.
  • Die Verfügbarkeit von Rohstoffen lenkt die Entwicklung der verschiedenen Antriebstechniken.
  • Die Automobilproduktion in Westeuropa verliert weiter an Bedeutung.
  • Der Autohandel ändert sich grundlegend. Bis 2025 könnte sich die Zahl der klassischen Autohäuser um die Hälfte reduzieren.
  • Neustrukturierung der Branche. Der Börsenwert der Top 15 Technologieunternehmen ist fast fünfmal so hoch wie die der Top 50 Autohersteller und -zulieferer.
  • Kooperation statt Konkurrenz. Die Zusammenarbeit von Autoherstellern und ICT-Unternehmen halten Branchenexperten für Erfolg versprechend.

Ausführliche Ergebnisse finden sich in der Studie selbst (siehe Link unten).

 

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