Afa & Co: Das sind die süßen Steuerzuckerl für Kleinunternehmen

10.Mai 2019

Die Pläne zu Steuerreform enthalten einige Maßnahmen, von denen vor allem kleine und Kleinstunternehmen profitieren.  LBG Österreich hat die steuerlichen Verbesserungen für EPU und KMU zusammengetragen. 

Vorzeitige Afa, Kleinunternehmergrenze, Pauschalierungsgrenze – die Steuerreform enthält einige Details, die vor allem kleinen Unternehmen helfen, leichter über die Runden zu kommen.

Grenze für vorzeitige Afa wird verdoppelt

Die geltende Grenze für steuerlich sofort im Jahr der Anschaffung abschreibbare geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens beträgt aktuell 400 und wird ab 2020 auf 800 Euro und ab 2021 auf 1.000 Euro angehoben.

Erhöhung der Kleinunternehmer-Umsatzgrenze

Die Kleinunternehmergrenze – jene Umsatzgrenze, ab der Umsatzsteuerpflicht besteht – soll ab 2020 von derzeit 30.000 Euro auf  35.000Euro /Jahr erhöht werden. Wer den Vorsteuerabzug nicht verlieren möchte, kann unverändert zur Regelbesteuerung optieren. Dies sollte im jeweiligen Einzelfall auch weiterhin geprüft werden.

Kleinunternehmer-Pauschalierung bei der Einkommensteuer

Zudem soll für Kleinunternehmer ab 2020 eine Pauschalierungsmöglichkeit bei einem Umsatz bis 35.000 Euro/Jahr im Rahmen der Einkommensbesteuerung geschaffen werden. Damit besteht für Unternehmen mit einem Umsatz bis 35.000 Euro künftig die Möglichkeit, weder eine Umsatzsteuer- noch eine „klassische“ Einkommensteuererklärung abgeben zu müssen. Kleinunternehmer müssen die erzielten Umsätze aufzeichnen und können in Zukunft einen Pauschalbetrag von 60 Prozent ihres Umsatzes als Betriebsausgaben geltend machen. Um den unterschiedlichen Aufwandsstrukturen Rechnung zu tragen, soll für Dienstleistungsunternehmen ein Pauschalbetrag in Höhe von 35 % zur Anwendung kommen. Wann diese Möglichkeit Sinn macht, ist vom Unternehmen im Einzelfall zu prüfen.

 

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