E-Mobilität in NÖ: Geförderte Ladestationen für Wohnbauträger

05.April 2019

Das Land Niederösterreich hat angekündigt, die Nachrüstung für Ladestationen von Elektrofahrzeuge in bestehenden Wohnbauten fördern zu wollen. Gemeinsam mit der Verlängerung der Förderaktion für den Ankauf von Elektroautos soll diese Maßnahme die E-Mobilität im Bundesland weiter forcieren. 

Dies  teilten LHStv. Stephan Pernkopf und Landesrat Ludwig Schleritzko (beide ÖVP) am Donnerstag mit. In das Lade-Infrastruktur-Pilotprojekt investiert das Land nach Angaben von Pernkopf 300.000 Euro. Damit werde „ein kostenloses Darlehen für Genossenschaften, Bauträger und ausführende Unternehmen“ zur Verfügung gestellt. „So sollen 20 Projekte umgesetzt werden, um auch den Landsleuten in Wohnungen den Zugang zu einer E-Ladestation zu ermöglichen“, hielt der Landeshauptfrau-Stellvertreter bei einer Pressekonferenz in St. Pölten fest.

Zusätzliche 1000 NÖ-Euros

Verlängert wird seitens des Landes Niederösterreich die Unterstützung von 1.000 Euro für den Ankauf von Elektroautos. „Das heißt, dass ein E-Auto insgesamt mit 4.000 Euro gefördert wird“, sagte Pernkopf mit Verweis auf die Unterstützung des Bundes.

Belebte Agenda

Aktuell gibt es in Niederösterreich über 6.000 Elektroautos, das entspricht einer Steigerung von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Niederösterreich hat über 50 Schnelllade-Stationen und mit 1.220 Ladestationen die meisten in Österreich. Bei einer großen Beschaffungsaktion für Land und Gemeinden sind bereits 200 neue Elektroautos gekauft worden. Die Testaktion ‚6 Tage Probefahren um 60 Euro‘ wurde von über 3.000 Teilnehmer in den vergangenen zwei Jahren genutzt. Auch drei Feldversuche zur Elektro-Mobilität wurden in Echsenbach, Obersiebenbrunn und Seitenstetten durchgeführt.

Wende im öffentlichen Verkehr

Schleritzko betonte, dass Niederösterreich seine Klimaziele erfüllen könne, wenn wir „wegkommen von fossilen Antrieben und umweltfreundliche Alternativen nutzen“. Im Straßendienst seien bereits 93 Elektro-Fahrzeuge im Einsatz, dies spare 186 Tonnen Kohlendioxid jährlich. „Das Land will jetzt einen Schritt weitergehen und die Mobilitätswende auch im öffentlichen Verkehr mit Leben erfüllen“, sagte Schleritzko und wies einmal mehr auf die Errichtung einer E-Bus-Region am Schweinbarther Kreuz hin, die Ende 2021 erfolgen soll. „Ab 2030 will unser Land bei allen Busausschreibungen nur noch Fahrzeuge bestellen, die mit alternativen Antrieben ausgerüstet sind“, gab der Verkehrslandesrat als Zielvorgabe aus. (APA/red)

 

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