Waffenhandel: Das sind die größten Lieferanten und Käufer der Welt

11.März 2019

Der weltweite Waffenhandel nimmt zu. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Friedensforschung SIPRI sind fünf Staaten für drei Viertel aller Waffenexporte weltweit verantwortlich: Die USA, Russland, Frankreich, Deutschland und China kommen gemeinsam auf 75 Prozent der Waffenausfuhren.

Die meisten Waffen exportieren die Vereinigten Staaten, wie die Statista-Grafik zeigt. Im Zeitraum 2014 bis 2018 standen sie für 36 Prozent der weltweiten Waffenausfuhren. An zweiter Stelle steht Russland mit einem Anteil von 21 Prozent, gefolgt von Frankreich (sieben Prozent), Deutschland (sechs Prozent) und China (fünf Prozent). Das Gesamtvolumen internationaler Waffentransfers wuchs von 2014 bis 2018 um knapp acht Prozent im Vergleich zu den fünf Jahren davor; verglichen mit dem Zeitraum 2004 bis 2008 sogar um 23 Prozent, so die SIPRI-Studie.

Der Nahe Osten rüstet immer weiter

Die Waffenimporte im Nahen Osten haben sich in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt. Die Waffenimporte in die Region stiegen zwischen 2009–13 und 2014–18 um 87 Prozent und machten 2014–18 rund 35 Prozent der weltweiten Waffenimporte aus. Saudi-Arabien wurde 2014–18 zum weltweit größten Waffenimporteur mit einem Plus von 192 Prozent im Vergleich zu 2009–13. Die Waffenimporte in Ägypten, dem drittgrößten Waffenimporteur 2014–1818, verdreifachten sich (206%) zwischen 2009–13 und 2014–18. Auch die Waffenimporte Israels (354 Prozent), Katars (225 Prozent) und des Irak (139 Prozent) stiegen zwischen 2009-2013 und 2014-18. Syriens Waffenimporte sanken jedoch laut SIPRI um 87 Prozent.

 

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