Weinlese 2018: Ernte geringer als erhofft

19.Februar 2019

Im vergangenen Jahr war die Weinlese für Österreichs Winzer doch weniger ertragreich als zunächst angenommen. 2018 wurden endgültigen Daten des Landwirtschaftsministeriums (BMNT) zufolge 2,75 Millionen Hektoliter (hl) Wein erzeugt, teilte Österreich Wein Marketing mit.

Im November wurde im 3. Erntebericht der Statistik Austria noch eine vorläufige Menge von 3,2 Mio. hl angegeben.

Deutlich mehr als 2017

Am 1. März wird die Statistik Austria noch eine detaillierte Analyse und Aufschlüsselung der endgültigen Daten für 2018 veröffentlichen. Die Weinlese 2018 übertrifft dennoch das Vorjahresniveau um knapp elf Prozent sowie den fünfjährigen Ernte-Durchschnitt um 24 Prozent, schreibt Österreich Wein Marketing. 2017 waren 2,5 Mio. hl Wein geerntet worden, davon 1,65 Mio. hl Weißwein sowie 0,85 Mio. hl Rotwein und Roséwein.

Frühe Lese

2018 wurde witterungsbedingt so früh wie noch nie mit der Weinernte begonnen. Von den insgesamt 2,75 Mio. hl Wein wurden 1,86 Mio. hl Weißwein und 0,89 Mio. hl Rot- und Roséwein geerntet, geht aus der Statistik hervor.

Steiermark bricht den Trend

Die höhere Menge sei auf die stärkeren Erträge in Niederösterreich (plus 15 Prozent), im Burgenland (plus 7,0 Prozent) und Wien (plus 10 Prozent) zurückzuführen, so Österreich Wein Marketing. In der Steiermark gab es dagegen wegen starker Regenfälle in der Blütezeit sowie wegen eines erhöhten Aufwandes bei der Selektion im September einen Rückgang bei der Erntemenge um 6,0 Prozent zu verbuchen.

Mehr Umsatz

Das Mehr an österreichischem Wein lässt auch auf höhere Absätze hoffen. Die Marke von 170 Mio. Euro Umsatz beim Weinexport rücke „in greifbare Nähe“, schreibt die Wein Marketing in einer Aussendung. (APA)