Das sind die Mindestlöhne in den Ländern der Welt

15.Februar 2019

Die Mindestlöhne in den EU-Staaten sind zum Jahr 2019 weiter erhöht worden, wie die deutsche Hans-Böckler-Stiftung bekannt gab. In 22 EU-Staaten ist die Grenze zum Jahresbeginn demnach gestiegen – nominal um insgesamt 4,8 Prozent, nach Abzug der Inflation um 2,7 Prozent.

Vor allem in den mittel- und osteuropäischen Staaten, aber auch in Spanien wurde das Niveau deutlich erhöht. Deutschland liegt mit 9,19 Euro zwar im oberen EU-Mittelfeld, allerdings deutlich hinter Spitzenreiter Luxemburg (11,97) oder Frankreich, wo erstmals über zehn Euro gezahlt werden müssen. Weltweit liegt Australien mit 11,98 Euro vorn, wie die Grafik von Statista zeigt.

Kein gesetzlicher Mindestlohn in Österreich

In Österreich gibt es keine allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze. In vielen Branchen gelten jedoch Kollektivverträge und Mindestlohntarife, die ein bestimmtes Gehalt vorsehen. Wirtschaftskammer und ÖGB haben vereinbart, dass bis 31. 12. 2019 kein Mindestlohn in einem Kollektivvertrag (KV) unter 1.500 Euro pro Monat liegen soll. Sieht ein KV vierzehn Löhne pro Jahr vor, beträgt der Mindestlohn rechnerisch 1.750 Euro pro Monat. Laut WKÖ sind aufgrund der gesetzlichen Mitgliedschaft fast alle Unternehmen der Privatwirtschaft und ca. 99% der Arbeitnehmer von Mindestlöhnen erfasst. In Deutschland seien nur mehr ca. 61% der Arbeitnehmer in KV-Vereinbarungen angesprochen. Bei den deutschen Nachbarn schließen Unternehmensverbände mit freiwilliger Mitgliedschaft die KV ab.