Verbraucherrechte: Was Online-Händler in Zukunft zusagen müssen

30.Januar 2019

Die Verbraucherrechte werden in der gesamten EU beim Online-Kauf künftig jenen des stationären Handels angeglichen. Die EU-Gremien regeln mit der neuen Richtlinie vor allem den grenzüberschreitenden Handel mit digitalen Waren.

Unterhändler des Europaparlaments, der EU-Staaten und der EU-Kommission einigten sich am Dienstag auf neue Regeln, die es sowohl Kunden als auch Händlern – vor allem bei grenzüberschreitenden Einkäufen – einfacher machen sollen.

Schutz bei Kauf von digitalen Produkten

Erstmals haben Verbraucher einheitliche Rechte beim Kauf digitaler Inhalte wie dem Download oder dem Streamen und Musik. Die neuen Regeln sehen unter anderem vor, dass Händler bei nicht funktionierenden Produkten entweder für gleichwertigen Ersatz sorgen, reparieren oder das Geld zurückzahlen müssen. Dieses Recht haben Verbraucher für mindestens zwei Jahre. Bei digitalen Inhalten, die nicht funktionieren, haben die Anbieter zunächst die Chance, das Problem zu lösen, ehe der Vertrag wieder aufgelöst werden kann.

Regeln für Waren mit „digitaler Komponente“

Gegenstände mit digitaler Komponente – ein smarter Kühlschrank oder Fernseher etwa – müssen in einem „vernünftigen Zeitraum“ auf den neusten Stand gebracht werden. Das soll die Sicherheit der Geräte gewährleisten. Die Einigung vom Dienstag muss noch formell vom Parlament und den EU-Staaten bestätigt werden, ehe sie wenige Wochen später in Kraft treten soll. (APA)

 

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