Studie: Warum Steuerhinterziehung in ganz Europa zum Problem wird

25.Januar 2019

Zwar ist die hinterzogene Steuersumme in der EU seit 2009 um 12 bis 16 Prozent gesunken. Durch Steuerhinterziehung entgeht vielen europäischen Staaten mehr Geld als sie für Gesundheitsleistungen ausgeben. Laut einer aktuellen Untersuchung der University of London sind den EU-Staaten 2015 schätzungsweise 824 Milliarden Euro an Steuergeldern entgangen.

Damit liegt die Summe weit höher als die, die der öffentlichen Hand durch die legale Steuervermeidung von Konzernen entgeht (50 bis 190 Milliarden Euro), so Steuerexperte Richard Murphy, der die Studie durchführte.

Österreich mit hohem Betrugsanteil

Bei den aufgeführten Daten handelt es sich um eine grobe Schätzung – die Summe könne EU-weit zwischen 750 und 900 Milliarden Euro liegen, so Murphy. 824 Milliarden sei die bestmögliche Schätzung. Der größte Anteil davon wird in absoluten Zahlen in Italien hinterzogen, gefolgt von Deutschland und Frankreich, wie die Grafik von Statista zeigt. Anteilig am BIP gerechnet liegt Dänemark mit 47 Prozent vorne, gefolgt von Belgien und Österreich.

 

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