Wie SteirerInnen ohne Sorgen 90 Jahre alt werden wollen

10.Januar 2019

Für 89 Prozent der Steirerinnen und Steirer wird die private Krankenversicherung immer wichtiger. Aber nur mehr jeder zweite Einwohner der Steiermark glaubt an die eigene staatliche Pension, heißt es in einer Aussendung der Steiermärkischen Sparkasse.

Der Umstand, dass die Bevölkerung bei rückgängiger Geburtenrate immer älter wird, ist mittlerweile bei 75 Prozent der Menschen in der Steiermark fest im Bewusstsein verankert. Auf die Frage, wie hoch die eigene Lebenserwartung eingeschätzt wird, gibt rund ein Viertel (26 Prozent) ein Alter zwischen 80 und 89 Jahren an, gut ein Fünftel der Befragten (22 Prozent) schätzt sogar 90 Jahr und darüber, heißt es in einer aktuellen IMAS-Studie im Auftrag von s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass knapp ein Fünftel (17 Prozent) der Befragten mit dem demografischen Wandel die Sorge um die eigene staatliche Pension verbindet. Denn schließlich werden dadurch in Zukunft immer weniger Berufstätige immer mehr Pensionisten erhalten müssen. Folglich empfinden mehr als die Hälfte der Steirerinnen und Steirer (58 Prozent) die demografische Entwicklung sogar als etwas Negatives.

Gesundheit, Finanzen und soziale Kontakte

Der mit Abstand größte Wunsch der befragten Steirer, wenn sie an ihre eigene Pension denken, ist es, keine gesundheitlichen Probleme zu haben (89 Prozent). Gleich danach folgt das Bedürfnis, frei von finanziellen Sorgen zu sein (74 Prozent) und demzufolge eine ausreichend hohe Pension zu beziehen (69 Prozent). Etwas überraschend: Erst danach kommt der Wunsch nach regelmäßigen sozialen Kontakten zu anderen Menschen (59 Prozent) und damit im Alter nicht zu vereinsamen.

Doch kein bestes Gesundheitssystem der Welt

Sieht man sich nun das Top-Thema Gesundheit etwas genauer an, dann gehen mehr als die Hälfte der Befragten in der Steiermark (57 Prozent) davon aus, dass sie aktuell – aber auch in Zukunft – bei einem Krankheitsfall durch das öffentliche Gesundheitssystem nicht so gut behandelt und versorgt werden, wie sie sich das eigentlich wünschen würden. Produkte der privaten Gesundheitsvorsorge werden – unabhängig vom Alter –  immer stärker nachgefragt. Deutlich mehr als die Hälfte der Steirer (58 Prozent) glaubt, dass aufgrund des Ärztemangels die Zeit, die sich der Arzt in Zukunft für seine Patienten nehmen kann, immer knapper werden wird. Hingegen sind 46 Prozent der Überzeugung, dass sich Wahl- und Privatärzte deutlich mehr Zeit für ihre Patienten nehmen. Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass knapp ein Drittel (32 Prozent) der Steirer eine private Zusatzversicherung als notwendig erachten. In die Zukunft blickend wird eine private Zusatzversicherung sogar für neun von zehn Befragten (89 Prozent) immer wichtiger.

Private finanzielle Vorsorge

Die Bedeutung der finanziellen Vorsorge ist für die Mehrheit der Befragten in der Steiermark demzufolge sehr hoch (83 Prozent eher wichtig, 39 Prozent sehr wichtig), was sich auch im Trendvergleich der letzten Jahre zeigt. Im Schnitt werden österreichweit 136 Euro im Monat für die private Pensions- und Gesundheitsvorsorge investiert. Unter den Top-Vorsorgethemen in der Steiermark, also rund um jene Lebensbereiche für die man jedenfalls gerne bereit ist, privat ergänzend vorzusorgen, stehen auch in der Steiermark zwei Themen ganz klar im Fokus: Das Thema Gesundheit (67 Prozent) und die eigene Pension (66 Prozent). Überraschend: Erst an vierter Stelle, und damit bereits etwas abgeschlagen, kommt die Familie (50 Prozent).

Staatliche Pension wird nicht ausreichen

Wenn Steirer an die staatliche Pension denken, glaubt nur die Hälfte (53 Prozent) daran, dass es diese in der heutigen Form bis zu ihrem eigenen Pensionsantritt noch geben wird. Eine überwiegend pessimistische Einschätzung wird in punkto gleichbleibendem Lebensstandard – alleine durch die staatlichen Pension – abgegeben: Sieben von zehn befragte Steirer (68 Prozent) glauben nicht, dass das funktionieren wird. Weiters schätzen neun von zehn (90 Prozent), auf die Frage wie es ihrer Einschätzung nach überhaupt mit der staatlichen Pension weiter gehen wird, dass sich das Pensionsantrittsalter deutlich erhöhen wird, die staatliche Pension weiter gekürzt (85 Prozent) und die Pensionsbeitragszahlungen (69 Prozent) während des Berufslebens angehoben werden.

Kein Akzeptanz für Veranlagungsrisiko

Höchste Priorität bei der Veranlagung von Geld für Vorsorgezwecke hat bei gut jedem zweiten Befragten in der Steiermark (52 Prozent) das Thema Sicherheit. Kapitalgarantie (47 Prozent) sowie Transparenz/Verständlichkeit der Produktangebote (43 Prozent) und gute Beratung seitens des Anbieters (39 Prozent) sind für  viele Steirerinnen und Steirer ebenfalls von besonderer Bedeutung. Möglichst hohe Zinsen bzw. Renditen sind demnach lediglich für 34 Prozent wichtig.

 

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