Österreich liegt bei den Gastronomie-Ausgaben im absoluten Spitzenfeld

05.Dezember 2018

Jedes Jahr steigt in Europa der Anteil der Ausgaben für Restaurants, Lokale, Bars, Cafés und Heurige.Die Gastronomie-Ausgaben der Österreicher und Österreicherinnen sind mit 1.400 Euro pro Jahr und Kopf die zweithöchsten in Europa.

Seit Jahren erhebt RegioData, wieviel Geld Konsumenten europaweit für Gastronomiebetriebe ausgeben. Dazu zählen Ausgaben wie für das Weckerl am Morgen vom Bäcker, ein Mittagessen in der Betriebskantine oder der Restaurantbesuch am Abend – es wird häufiger als früher außer Haus gegessen. Auch die Bereitschaft, mehr Geld in diesem Bereich auszugeben, steigt laut RegioData kontinuierlich.

Schweizer sind absolute Big Spender

Bei Betrachtung der Gastronomie-Ausgaben führen unsere Schweizer Nachbarn das Europa-Ranking mit riesigem Abstand zu den anderen Ländern an. Jeder Schweizer gibt im Jahr 2.570 € in Gastronomiebetrieben aus. Das entspricht 6,6% der gesamten Konsumausgaben pro Person. Doch der Anteil der Konsumausgaben, der für Gastronomieangebote ausgegeben wird, ist in zwei anderen Ländern höher, nämlich in Portugal mit 8,4% und in Spanien mit 7,3%.

@ Regio Data/Ausgaben Gastronomie Europa

Österreicher mit 1.400 Euro auf Platz 2

Österreich folgt als Nächstplatzierter mit Gastro-Ausgaben von knapp 1.400 € pro Einwohner und Jahr, was einem Anteil von 6,4% entspricht.

Das dichte Mittelfeld

Italien folgt dicht dahinter mit 1.016 € bzw. 6%. Deutschland hat mit rund 990 € Ausgaben einen Gastro-Anteil von 4,6% und liegt damit gemeinsam mit Frankreich, Belgien, Schweden und der Türkei im Mittelfeld.

In Südosteuropa wird noch zu Hause gekocht

Richtet man den Fokus auf die südosteuropäischen Regionen, ist ein klarer Bruch erkennbar. In Ländern wie Montenegro, Serbien und Bosnien und Herzegowina sind die Ausgaben für Verpflegungsdienstleistungen dramatisch geringer und betragen nur mehr zwischen 2 und 3 % der gesamten Konsumausgaben. In Rumänien wird 1% der Pro-Kopf-Konsumausgaben für gastronomische Angebote aufgewendet, während es in der Republik Moldau gar nur mehr 0,5% sind.