Einigung ohne weitere Streiks: Das bringt der neue Metaller-KV

19.November 2018

Nach sieben Verhandlungsrunden hat es am Sonntagabend eine Einigung im Metaller-KV für die Metalltechnische Industrie (FMTI) mit 130.000 Beschäftigten gegeben. Damit wurden weitere von der Gewerkschaft angedrohte Streiks abgewendet.

Die Löhne und Gehälter steigen gestaffelt um 3,0 bis 4,3 Prozent. Dazu gibt es Maßnahmen als Ausgleich für den 12-Stundentag. Der Abschluss gilt grundsätzlich für alle Lohnrunden – und speziell für 60.000 weitere Metaller in anderen Teilbereichen – als richtungsweisend.

4,3 Prozenmt mehr für unterste Einkommen

Die Arbeitnehmer erhalten eine durchschnittliche Entgelterhöhung von 3,46 Prozent. Die untersten Einkommen steigen um 80 Euro bzw. 4,3 Prozent. Das neue Mindestgrundgehalt liegt somit bei 1.928 Euro. Die höchsten Einkommen steigen um 3,0 Prozent. Gefordert hatten die Gewerkschaften 5 Prozent.

100 Prozent Zuschlag für 9. und 10. Stunde

Weitere Maßnahmen sollen einen Ausgleich für die neuen Arbeitszeitregeln schaffen, die den 12-Stundentag und die 60-Stundenwoche erleichtern: Ab 1. Juli 2019 – und damit nicht rückwirkend ab 1. November wie die Entgelterhöhung und anderen Neuerungen – gibt es Zuschläge von 100 Prozent für die elfte und zwölfte Arbeitsstunde bzw. ab der 51. Wochenstunde.

10 Prozent höhere Lehrlingentschädigung

Auch die Lehrlinge bekommen künftig deutlich mehr. Die Lehrlingsentschädigungen steigen im Durchschnitt um 10 Prozent. Die Arbeitgeber-Seite ob dabei die Absicht hervor, die  Metaller-Lehre in ihrer Attraktivität zu steigern. (APA)