Auslandskonzerne beschäftigen in Österreich 600.000 Menschen

03.Oktober 2018

Rund 600.000 Arbeitnehmer in Österreich waren 2016 bei Auslandskonzernen beschäftigt. Österreichische Unternehmen halten jenseits der Grenzen 1,087 Millionen Menschen in Lohn und Brot. 

Zum Jahresende 2016 gab es laut Statistik Austria in Österreich rund 10.800 Unternehmen, die Teil eines ausländischen Konzerns waren. Die Anzahl der ausländischen Mitarbeiter stieg gegenüber 2015 um 3,3 Prozent, ihr Umsatz legte um 3,7 Prozent auf 246 Mrd. Euro zu.

Ösi-Konzerne mit weniger Töchtern, aber mehr Beschäftigten

Österreichische Unternehmen haben im Ausland knapp 5.900 Tochterfirmen. Diese beschäftigten im Jahr 2016 1,08 Millionen Menschen (+0,3 Prozent mehr als 2015) und erreichten einen Gesamtumsatz von mehr als 380 Mrd. Euro (+7,5 Prozent). Während die auslandskontrollierten Unternehmen nur 3,3 Prozent aller inländischen Unternehmen im marktwirtschaftlich orientierten Bereich ausmachten, war jeder Fünfte Beschäftigte dieses Bereichs (20,6 Prozent) in einem auslandskontrollierten Unternehmen tätig und mehr als jeder dritte Umsatzeuro (34,3 Prozent) wurde von einem Unternehmen mit ausländischer Konzernmutter erwirtschaftet

Deutsche Konzerne in der Überzahl

Drei Viertel (75 Prozent) der auslandskontrollierten Unternehmen wurden wie auch in den Vorjahren von Konzernzentralen innerhalb der EU gesteuert. Mit Abstand wichtigstes Herkunftsland war Deutschland mit einem Anteil von 39 Prozent, danach folgten die Schweiz mit 11 Prozent, Italien mit sechs Prozent und die USA, das Vereinigte Königreich sowie die Niederlande mit jeweils knapp fünf Prozent Anteil.

Nachbarland ist zentraler Exportmarkt

Im Vergleich der Standorte bleibt Deutschland der mit Abstand bedeutendste Markt für österreichische Auslandsbeteiligungen. 13,3 Prozent der erfassten Auslandstöchter mit 10,8 Prozent der Auslandsbeschäftigten waren hier angesiedelt. Daneben bilden nach wie vor die mittel- und osteuropäischen Länder den Schwerpunkt der österreichischen Auslandsaktivitäten, mit Tschechien an der Spitze (6,9 Prozent der Auslandstöchter, 9,3 Prozent der Auslandsbeschäftigten). Danach folgten Ungarn (6,5 bzw. 7,1 Prozent), die Slowakei (4,8 bzw. 4,7 Prozent), Rumänien (4,4 bzw. 7,7 Prozent) und Polen (4,4 bzw. 5,2 Prozent). Erst dahinter rangieren die ersten Nicht-EU-Staaten mit den USA (3,8 Prozent der Auslandstöchter und 4,8 Prozent der Beschäftigten), China (3,3 bzw. 3,2 Prozent) und Russland (2,7 bzw. 4,2 Prozent). (APA)

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