Deutschlands Staatsverschuldung verringerte sich um über 46 Milliarden Euro

01.Oktober 2018

Die gute Konjunktur hat die Staatsverschuldung in Deutschland im ersten Halbjahr 2018 um 46,5 Milliarden Euro sinken lassen.

Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte waren Ende Juni mit rund 1,93 Billionen Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf der Basis vorläufiger Erhebungen mitteilte.

Niedrigster Wert seit 2011

Dies seien 2,3 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Der Wert der Staatsverschuldung sei der niedrigste seit Beginn dieser Statistik 2011, hieß es. Grund sei die gute wirtschaftliche Entwicklung, die das Steuer- und Abgabenaufkommen steigere. Zudem entlasteten niedrige Zinsen auf der Kostenseite.

Bund sparte 21 Mrd. Euro ein

„Der Schuldenabbau fand auf allen Ebenen des öffentlichen Gesamthaushalts statt“, erklärten die Statistiker. So sank die Verschuldung des Bundes um 21,0 Milliarden Euro oder 1,7 Prozent auf 1,223 Billionen Euro.

Länder zeigen sich sehr ausgabenbewußt

„Einen stärkeren Rückgang wiesen die Länder auf“, betonte das Bundesamt. Hier nahmen die Verbindlichkeiten um 21,4 Milliarden Euro oder 3,6 Prozent auf 574,5 Milliarden Euro ab. Besonders hohe prozentuale Rückgänge gab es in Sachsen (-19,5 Prozent), Baden-Württemberg (-15,9 Prozent) und Bayern (-13,1 Prozent).

Norden zahlt für Banken-Probleme

Hamburg (+2,0 Prozent) und Schleswig-Holstein (+1,5 Prozent) erhöhten dagegen ihre Schulden. „In beiden Ländern waren Schuldenaufnahmen im Zusammenhang mit dem Komplex um die HSH Nordbank ein wesentlicher Grund für die Entwicklung“, hieß es.‘ (APA)