Kommt die Börsenöffnung für KMU & Startups?

11.September 2018

Technisch-rechtliche und wirtschaftliche Gründe haben den Börsengang für KMUs und Startups in Österreich bisher versperrt. Seit dem Gesellschaftsrechtsänderungsgesetz 2011 dürfen Inhaberaktien nämlich nur von Aktiengesellschaften, die an einem geregelten Markt notieren ausgegeben werden. Alle anderen können ausschließlich auf Namensaktien, also Aktienurkunden die auf den Namen eines bestimmten Aktionärs lauten, zurückgreifen. Am Dritten Markt ist eine solche Notierung wegen fehlender Börseninfrastruktur jedoch nicht möglich und der geregelte Markt erweist sich aufgrund seiner umfassenden Emittentenpflichten und Regulierungen für die meisten KMU und Startups als ökonomisch nicht sinnvoll.
Die Folge: ein großer Teil der heimischen Unternehmen wird gänzlich vom Kapitalmarkt für Eigenkapitalinstrumente abgeschnitten. 

Dies soll sich aber ändern. Wie das Bundesministerium für Finanzen ankündigte soll eine konkrete Umsetzung mittels Nationalratsbeschlusses noch im Herbst stattfinden.

Wie diese Lösung aussehen könnte und was sich Österreichs Unternehmen davon erwarten können, erklärte uns Josef Schmidt, Partner der Rechtsanwaltskanzlei Eisenberger & Herzog.