Wir haben’s gewusst: Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt

17.August 2018

Wer in der lebenswertesten Stadt der Welt leben möchte, sollte seine Sachen packen und nach Wien ziehen. Zumindest wenn es nach einem aktuellen Ranking des britischen Economist geht. Analysiert man die Kritierien, wird die Auszeichnung umso wertvoller. 

Dort steht es schwarz auf weiß. Die österreichische Hauptstadt hat in diesem Jahr den australischen Seriensieger Melbourne von der Spitzenposition verdrängt.  Wien ist die erste europäische Metropole, die es beim Economist auf den ersten Platz geschafft hat.Besonders lebenswert sind auch die Städte in Australien und Kanada. Jeweils drei Städte dieser Länder landen in der Top 10. Aus Deutschland scheint keine Stadt in den Top 10-Rängen des Rankings auf.

Anders als bei Mercer

Bereits seit vielen Jahren wird in Wien mit dem Frühjahrs-Sieg im Städte-Ranking des US-Beratungsunternehmens Mercer gerechnet. Doch anders als bei Mercer, wo Wiens Lebensqualität aus der Sicht internationaler Manager beurteilt wird, geht es in der Economist-Liste tatsächlich um die Binnensicht. Bewertet wird nach Kriterien wie Kulturangebot, Bildung, Gesundheit, Infrastruktur und Sicherheit.

Europäische Städte sind nur schwach vertreten

Trotz des ersten Platzes für Wien schnitten europäische Städte in Sachen Lebensqualität insgesamt nicht mehr so gut ab. Nur Kopenhagen (Platz 9) schaffte es unter die ersten zehn.

Hauchdünner Vorsprung

Die Liste wird von dem Magazin seit vielen Jahren erstellt. Insgesamt wurden dafür 140 Großstädte nach Kriterien wie Verkehrsnetz, Bildung, Gesundheitsversorgung, Kultur und Terrorgefahr miteinander verglichen. Der Sieg für Wien fiel äußerst knapp aus. Von 100 möglichen Punkten erhielt Österreichs Hauptstadt 99,1. Melbourne lag knapp dahinter mit 98,4.

Weltstädte ohne Chance

Auf den weiteren Plätzen folgten Osaka (Japan), Calgary (Kanada) und Sydney (Australien) sowie Tokio, Vancouver und Toronto (Kanada), Kopenhagen und Adelaide (Australien). Weltstädte wie New York (57), London (48) und Paris (19) schnitten wegen Verkehrsproblemen und hoher Kriminalität verhältnismäßig schlecht ab.

Places not to be

Ganz unten auf der Liste stehen Damaskus (Syrien), Dhaka (Bangladesch), Lagos (Nigeria), Karachi (Pakistan) und Port Moresby (Papua-Neuguinea).

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